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© Österreichische Post
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1200 Jahre Erzbistum Salzburg#

Sonderpostmarke

Ein angelsächsischer Benediktiner, der heilige Bonifatius, errichtete 739 die Bischofssitze in Regensburg, Freising, Passau und Salzburg und leitete damit die Missionierung in Österreich ein. 798 werden die drei bayrischen Bistümer und das Bistum Säben (Brixen) dem zum Metropolitansitz erhobenen nunmehrigen Erzbistum Salzburg unterstellt. 907 führt Markgraf Luitpold von Bayern einen Heerbann gegen die Magyaren und erleidet bei Preßburg eine vernichtende Niederlage. Dabei fallen auch zahlreiche geistliche Herren, darunter der Erzbischof von Salzburg und die Bischöfe von Säben und Freising. Nachdem die Bischöfe weltliche Fürstenaufgaben wahrnahmen, bildete sich eine Gegnerschaft zwischen Kaiser und Papst. So wurde Salzburg, das auf der Seite des Papstes stand, 1167 von Barbarossa-Leuten niedergebrannt. Endlich wurde die religiöse und humane Bildung angehoben, es folgten 48 Klostergründungen und in den Jahren 1215 bis 1469 kam es zur Gründung neuer Diözesen auf dem Gebiet der Salzburger Erzdiözese. Nach dem der Reformation folgenden Niedergang von Klöstern und Geistlichkeit bewirkte schließlich eine neue Führungsschicht von Bischöfen einen großen Erneuerungsschub. Ab 1728 schieden die bayrischen Suffraganbistümer, nach 1918 auch Marburg und Brixen aus dem Metropolitanverband aus. 1964 und 1968 wurden die neuen Diözesen Innsbruck und Feldkirch errichtet, womit Salzburg neben Gurk-Klagenfurt und Graz-Seckau heute wieder vier Suffraganbistümer unterstehen. Die POST UND TELEKOM AUSTRIA editiert die Sonderpostmarke "1200 Jahre Erzbistum Salzburg". Das Markenbild zeigt das Rupertuskreuz.