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125 Jahre Diakonie in Österreich#

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Gemessen am Bevölkerungsanteil der evangelischen Christen ist die Bedeutung der Diakonie im Bereich der Freien Wohlfahrt überproportional. Mit mehr als dreitausend Mitarbeitern und vielen Ehrenamtlichen in Vereinen und Pfarrgemeinden in über zweihundert Einsatzstellen, von denen jährlich über zweihunderttausend Menschen betreut werden, gehört sie, mit regional stark unterschiedlicher Präsenz, zu den großen Wohlfahrtseinrichtungen in Österreich. Die traditionsreichen Einrichtungen entstanden dort, wo evangelische Gemeinden die Zeit der Gegenreformation und des Gegenprotestantismus überlebt hatten, also vor allem in Oberösterreich, Kärnten und dem Burgenland. Unter dem Dach der Diakonie Österreich ist man gemeinsam bemüht, Akzente in der Sozialarbeit in Österreich zu setzen, Standards für die Alten- und Behindertenarbeit zu entwickeln und die Erfahrungen, die tagtäglich in der Arbeit mit kranken, alten oder behinderten Menschen gemacht werden, in die Sozialpolitik einfließen zu lassen. Im Zentrum steht der Mensch: Die Diakonie bietet ein Optimum an pflegerischer Betreuung an und will das ganz Spezifische jedes Menschen achten und fördern. Von entscheidender Bedeutung ist die Intention der Diakonie, mit und nicht für Menschen zu arbeiten, um zu verstärken und zu verändern. Es ist wesentlich, in jedem Menschen das Ebenbild Gottes zu erkennen. Die Würde jedes Menschen ist die unaufgebbare Grundlage diakonischen Handelns.