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100. Todestag von Johann Strauß Sohn#

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Johann Strauß Sohn, geboren am 25. Oktober 1825, war seitens seines Vaters für den Beruf eines Bankbeamten bestimmt, um ihm die Mühsal des Musikerberufes zu ersparen. Doch die oftmalige Abwesenheit seines Vaters von zu Hause erleichterte dem Sohn allerdings die musikalische Ausbildung. Ohne Wissen des .Walzerkönigs. lernte er, unterstützt von der Mutter, Klavier und Violine. Nachdem der Vater die Familie verlassen hatte, konnte er sich zur Gänze dem Musikstudium widmen. 1844 gab er mit einer Kapelle in Hietzing ein sensationelles Debüt, bei dem er auch seine eigenen Werke .Sinngedichte. und .Gunstwerber. zur Aufführung brachte und dadurch schlagartig in ganz Wien berühmt wurde, wozu gewiß auch die publikumswirksame Rivalität mit dem Vater beitrug. Nach dem Tod des Vaters vereinigte der Sohn die beiden Kapellen und führte das neue Ensemble zu noch höheren Leistungen. .An der schönen blauen Donau. . seine wohl berühmteste Komposition ., .Hofballtänze., .Wiener Bonbons., .Künstlerleben., .G.schichten aus dem Wienerwald., .Wein, Weib und Gesang., Freuet euch das Leben. . die Reihe der großen Walzer aus den Jahren 1865 bis 1870, mit der Johann Strauß endgültig seinen eigenen Stil gefunden hatte. Ab dem Beginn der siebziger Jahre trat ein Wandel im Schaffen des Meisters ein: Unter dem Eindruck der Werke von Jacques Offenbach und Franz von Supp. wandte sich Johann Strauß der Operette zu. Auch in diesem Genre war ihm bald Erfolg beschieden (.Die Fledermaus., .Der Zigeunerbaron.). Dem Ehrenbürger von Wien wurde 1921 im Wiener Stadtpark das heute weltberühmte Denkmal errichtet.