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150. Todestag von Johann Strauß Vater#

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Die durch das Wirken von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner und Brahms gesicherte Vormachtstellung Wien als .Stadt der Musik. erfuhr durch die Strauß-Dynastie nicht nur eine weitere Bestätigung, sondern auch eine neue Dimension. Eine alle Gesellschaftsschichten begeisternde Musik und ihre beliebteste Ausdrucksform, der Walzer, verlieh Wien zusätzliches Flair. Der Begründer dieser Dynastie, Johann Strauß Vater, geboren am 14. März 1804 in Wien, war bereits als Kind durch die im väterlichen Betrieb wirkenden Unterhaltungsmusiker zum Violinspiel inspiriert worden. Noch während seiner Ausbildung als Buchbinder trat er zunächst als Bratschist der Kapelle von Michael Pamer bei, wo er Joseph Lanner kennenlernte. Als Lanner sein Ensemble vergrößerte, fungierte Strauß als Hilfsdirigent und gründete 1825 eine eigene Kapelle. Im gleichen Jahr heiratete er Anna Streim. Aus der Ehe gingen die Kinder Johann, Joseph, Ferdinand, Eduard, Anna und Theresia hervor. Das Wiener Publikum eroberte Johann Strauß durch seine Konzerte in kürzester Zeit und der Erfolg in der Heimatstadt veranlaßte ihn, mit seiner Kapelle auch außerhalb von Wien in vielen Städten Europas aufzutreten. Als Komponist hinterließ Johann Strauß Vater mehr als 250 Werke, wobei neben dem klar dominierenden Walzer die Quadrille, der Galopp, der Marsch und die Polka vertreten sind. Als bekannteste Titel sind .Loreley-Rhein-Klänge., .Sperl., Seufzer Galopp., .Annen-Polka. und der .Radetzkymarsch. zu nennen.