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Hundertwasser#

Blockausgabe

Friedensreich Hundertwasser, am 15. Dezember in Wien als Friedrich Stowasser geboren, von seinen Gegner verurteilt, vornehmlich von Berufsarchitekten verachtet, von manchen sich selbst im Urteil überschätzenden Kunstkritikern als "Behübscher" verhöhnt, hat weithin Bewunderung, Ablehnung und Begeisterung erfahren wie kaum einer sonst. Auch wurden über ihn wie kaum sonst über einen Künstler Irrtümer, Bosheiten und Fehlurteile verbreitet, während erfolgreichste Ausstellungen in aller Welt von tausenden Besuchern begeistert aufgenommen wurden. Fest steht, dass er es vielen nicht leicht gemacht hat, wohinter eben jedoch eine sehr positive Kraft, nämlich die unnachgiebige Überzeugung von seiner Aufgabe und eine fast religiöse Begeisterung für seine Ziele standen. Die Frage "Was wollte Hundertwasser?" beantwortete der Künstler selbst mit seiner Schrift "Hundertwasser über Hundertwasser": "Ich möchte vorleben, den Menschen vorleben, vormalen ein Paradies, das Paradies ist ja da, wir machen es nur kaputt - und alles was Religionen und die Dogmen und die verschiedenen politischen Richtungen versprechen, das ist alles Nonsens. Und da komme ich natürlich in Konflikt mit der Gesellschaft, die das völlig missversteht." Bemerkenswert ist sein Eintreten für die österreichische Briefmarke (1974/75), wobei er in Professor Wolfgang Seidel einen kongenialen Stecher fand. In aller Welt erschienen Briefmarken seiner Hand als meisterliche Kunstwerke. Der Gedenkmarkenblock zeigt das Werk des am 19. Februar 2000 verstorbenen Künstlers "Blue Blues" in vier Farbvarianten.