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Volksbrauchtum und volkskundliche Kostbarkeiten: Internationales Flößertreffen#

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Unter allen Flüssen des ehemaligen Innerösterreichs (Steiermark, Kärnten und Teile des heutigen Sloweniens) besitzt ohne Zweifel die Drau die älteste Schifffahrtstradition. Man kann die Anfänge der Flößerei mit denen des Holzhandels in Verbindung bringen. Der früheste urkundlich gesicherte Nachweis eines Güterverkehrs auf der Drau stammt aus dem Jahre 1209. Die Drauflößerei begann gewöhnlich zu Ostern und dauerte bis November. Der Zusammenbau der Flöße erfolgte an natürlichen Nebenwässern der Drau. Der erste Schritt war der Bau des Floßbodens, der aus drei oder vier Tafeln bestand. In eine Tafel wurden 10 bis 15 gleich lange Rundhölzer mit einer Länge von ca. 4,30 Meter eingebunden. In der Mitte der Tafeln reicht je ein Stamm von der einen Tafel zur nächsten zurück und verhindert so eine seitliche Verschiebung der einzelnen Floßteile gegeneinander. Die Steuerung wurde über die vorne und hinten angebrachten Ruder vorgenommen. Der vordere Steuermann nahm die Richtungswechsel vor, der hintere Steuermann musste das Floß nur mehr gerade stellen. Dies erforderte viel Geschick, Konzentration und vor allem genaueste Kenntnisse über den Lauf der Drau samt seinen Tücken. Das Flößen im oberen Drautal hat Tradition. Im Jahr 2000 findet das Internationale Flößertreffen, bei dem auch Flößer aus mehreren Ländern Europas teilnehmen, zum zwölften Mal statt.