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Europa 2001 - Wasser#

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Die Themenvorgabe von Posteurop für 2001 war "Wasser". Nur 3 % des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser, davon ist ein Zehntel nutzbar. Der jährliche Wasserbedarf Österreichs liegt bei etwa 2,6 Mrd m3, das Dargebot bei ca. 84 Mrd m3. Der Bedarf beträgt demnach 3 % des Aufkommens, damit ist Österreich ein ungemein wasserreiches Land. Drei Jahre lang befassten sich das Europäische Parlament und der Rat mit der künftigen gemeinsamen Wasserpolitik. Im Vorjahr konnte man sich auf "Wasser-Rahmenrichtlinien" einigen, wobei eine nachhaltige Wassernutzung oberste Priorität genießt. Mit neuen Qualitäts- und Überwachungsstandards soll ein hohes Niveau in der Wasserwirtschaft erreicht werden. Die Hauptziele sind u.a. - Ausdehnung des Gewässerschutzes auf alle Gewässer (auch Grund- und Küstengewässer) - Erreichung bzw. Erhaltung eines guten Zustandes - Kostendeckende Preise - Starke Einbindung der Bevölkerung in Planungs- und Entscheidungsprozesse - Straffung der Gesetzgebung - Schrittweise Verminderung der Einleitung gefährlicher Stoffe. Wenn auch in Österreich viele der Vorgaben längst geübte Praxis sind, wird im Hinblick auf die bestehenden föderalen Strukturen und der Tatsache, dass der Grundeigentümer auch Eigentümer des darunterliegenden Grundwassers ist (im Gegensatz z.B. zu Deutschland, wo das Wasser als Bestandteit des Naturhaushaltes nicht zur normalen Handelsware werden kann), noch genug zu tun sein.