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© Österreichische Post
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150 Jahre Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik#

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Seit Beginn des 16. Jh. gibt es in Österreich eine regelmäßige Wetterbeobachtung. Ab 1654 verwendete man in Innsbruck hiezu Instrumente, 1763 richtete das Benediktinerstift Kremsmünster eine Wetterstation ein und ab 1848 hat die Akademie der Wissenschaften ein meteorologisches Stationsnetz aufgebaut. Seit ihrer Gründung 1851 hat sich das Aufgabengebiet der "Hohen Warte", die viele heute noch für eine bessere Wetter-, Erdbeben- und Sternwarte halten, gewaltig zu folgenden Fachgebieten erweitert: Wetter: Es werden Kurz- und Mittelfristprognosen erstellt und Umwelt- und Smogwarnungen herausgegeben, Abnehmer sind z.B. die Medien, Straßendienste, die Landwirtschaft (Ernte, Beregnung). Klima: hier geht es um theoret. u. angewandte Klimatologie, Modellentwicklung und Anwendung, Bioklimatologie, klimatolog. Landesaufnahme, etc. Umwelt: Messung und Modellberechnung der Schadstoffausbreitung, der Krisenvorsorge und -beratung, Umweltverträglichkeitsprüfungen, etc. Geophysik: Seismologie, Magnetik, Erdmagnetismus, Bodenuntersuchungen, geophysikal. Landaufnahme, Hilfestellung z.B. für Altlastensuche, Archäologie etc. Auf allen Gebieten kommt es zu einer regen Auskunfts-, Gutachter- und Beratertätigkeit, so z.B. für den Energiesektor (Immissionsanalysen und -prognosen), das Baufach (Erdbebensicherheit, Isolierung), das Rechts- und Versicherungswesen usw. Der volkswirtschaftliche Nutzen eines modernen Wetterdienstes liegt beim 10-fachen seines Budgets.