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© Österreichische Post
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Museumsquartier#

Sonderpostmarke

Nach jahrelangem politischen Hick-Hack hat man sich 1991 endlich dazu durchgerungen, für die Umgestaltung des 60.000 m2 großen Geländes hinter dem Messepalast, den ehemaligen Hofstallungen, zu einer multifunktionellen Kulturanlage für moderne Kunst eine Architekten-Ausschreibung zu veranstalten. Architekt Prof. Laurids Ortner, der durch diverse auffällige Projekte in Berlin, Dresden, Bonn und Zürich bekannt geworden war, bekam den Zuschlag. Sein Projekt wurde mit einem Aufwand von 2 Milliarden Schilling umgesetzt, wovon 1,6 Milliarden vom Bund, der Rest von der Stadt Wien kam. Links und rechts von der aus 1850 stammenden Winterreithalle entstanden die gewaltigen Würfel des "Leopold Museums" und des "Museums moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien". Ersteres ist verkleidet mit weißen Muschelkalkplatten, das zweite mit schwarzen Basaltplatten und bis auf ein paar Sehschlitze völlig fensterlos. Die Zugänge befinden sich jeweils an den Schnittstellen mit der Winterreithalle in etwa 4 m Höhe, zu denen man über 10 m breite Stiegen gelangt. Eigenartig mutet an, daß diese pompösen Aufgänge nicht zu den erwarteten großen Portalen führen, sondern bei ein paar Kaffeehaustischen enden. Neben einer Reihe anderer Einrichtungen gibt es noch die Kunsthalle wien, das Tanzquartier, das ZOOM Kindermuseum, das Architekturzentrum Wien, die Abteilung Birdlife Österreich des Naturhistorischen Museums, Restaurants, Cafe's und diverse Läden.