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© Österreichische Post
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Tag der Briefmarke 2002#

Sondermarkenserie mit Zuschlag

Die Markenkünstlerin und Eisenbahnliebhaberin Maria Siegl hat über Vorschlag von Philatelistenverbands-Präsident Erich Bober 2002 einen Bahnpostwagen aus der Zwischenkriegszeit dargestellt. Im Jahr 2003 wird es einer aus der Nachkriegszeit sein. Die meisten Bahnpostkurse wurden bereits eingestellt, so kann man schon fast von Nostalgie sprechen, wenn auf Briefmarken der Bahnpost gedacht wird. Sie wurde seinerzeit eingeführt, um die Zeit des Transportes für das zeitaufwändige Sortieren hauptsächlich der Briefpost - der Postler sagt übrigens "Kartieren" - zu nützen. In den letzten Jahrzehnten wurden nun einerseits die Fahrzeiten, andererseits aber auch die Aufenthaltszeiten in den Stationen immer kürzer, so dass es - außer beim Einsatz ganzer Postzüge - zu einer gegenseitigen Behinderung von Bahn und Post kommen musste. Man erwartete von den modernen Sortiermaschinen extrem kurze Kartierzeiten, so dass es belanglos ist, wenn die Post auf der Fahrt nicht mehr bearbeitet wird. Der dargestellte Wagen wurde 1919 in Graz gebaut und an die damaligen Deutsch-Österreichischen Staatsbahnen geliefert. Etwa 1930 wurde eine Heizung eingebaut. 1938 ging er in das Eigentum der Deutschen Reichspost über. Nach dem Krieg blieb er, wie alle Postwagen, im Eigentum der Post. Er wurde noch 1967 im Grazer SGP-Werk zum Spantenwagen umgebaut und schließlich 1996 ausgemustert und verschrottet.