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250 Jahre Tiergarten Schönbrunn#

Blockausgabe

Im Wiental bei der Katterburg wurde zur Jagd 1570 ein Tiergarten errichtet. Nach den Türkenkriegen stellte der Penzinger Forstmeister Saiz den verwüsteten Tiergarten wieder her. Über Wunsch der Kaiserin Maria Theresia wurde der Park von Schönbrunn ab 1750 nach Entwürfen des Architekten Ferdinand v. Hohenberg neu gestaltet. 1752 ließ ihr Gatte, Franz I., eine im Kreis um einen Pavillon angelegte Menagerie, die ab 1779 frei zugänglich war, einrichten. 1921 schien das Ende des Tiergarten gekommen zu sein. Die Wiener fühlten sich aber mit ihren Tieren in dieser wahrlich schlechten Zeit so verbunden, dass eine Sammelaktion den weiteren Bestand des Zoos sicherte. 1945 wurden alle Tierhäuser durch Fliegerbomben unbrauchbar. Der Wiederaufbau ging schleppend vor sich. Kritik an Tierhaltung in wenige Quadratmeter großen Käfigen und eklatanter Besucherschwund führen 1982 fast zum Zusperren. 1991 gelingt es, den staatlichen Zoo in eine Tiergarten Ges m.b.H. zu verwandeln und den Tierarzt Dr. Helmut Pechlaner, vordem Leiter des Innsbrucker Alpenzoos, als Direktor zu gewinnen. Er konnte seither eine bis dahin unvorstellbare Periode des Aufschwunges bewirken. Heute fühlen sich fast 3000 Tiere in der sich für sie ständig verbessernden Umwelt sichtlich wohl. Wachsende Besucherzahlen, ein Verein der Freunde des Tiergartens, hunderte Patenschaften und nicht zuletzt das Charisma des Direktors ermöglichen auch ein erfolgreiches Wirtschaften. Siehe auch www.zoovienna.at.