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50 Jahre Österreichisches Bundesheer#

Sonderpostmarke

Am 15.5.1955 wurde der Staatsvertrag im Wiener Belvedere unterzeichnet. Damit war Österreich nach 10 Jahren Besetzung durch die Alliierten Mächte frei und besaß wieder das Recht auf ein eigenes Bundesheer. Im September 1955 wurde das Wehrgesetz als Grundlage für das Bundesheer der 2. Republik beschlossen und im Oktober die immerwährende Neutralität erklärt. Am 15.7.1956 wurde Ferdinand Graf zum ersten Bundesminister für Landesverteidigung berufen, am 3.2.1956 wurden die ersten Fähnriche und Leutnante in der Fasangartenkaserne in Wien ausgemustert. Die erste Bewährungsprobe bestand das neue Heer im Oktober 1956 mit dem Einsatz an der ungarischen Grenze. 1957 wurden die ersten Militärattach.s ins Ausland entsandt, 1958 fand die erste große Verbandsübung statt und 1960 wurde ein Sanitätskontingent zum ersten Auslandseinsatz im Rahmen der UNO in den Kongo entsandt. Diese und weitere Details zur wechselvollen Geschichte des Bundesheeres werden im Projekt "50 Jahre Österreichisches Bundesheer" in Wort, Bild und Ton im Jahr 2005 der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. Als Sieger in einem großen Wettbewerb für die Sondermarke "50 Jahre Österreichisches Bundesheer" ging der Tiroler Markus Kapferer aus Hunderten von Einsendungen hervor. Er hat ein Photo von Vzlt. Horst Konrad (MilKdo Tirol), das Staatswappen und die Nationalfahne mit grafischen Mitteln zu dem von der Jury mit Platz 1 belohnten Entwurf zusammengestellt. Er wollte damit Tradition und Patriotismus junger, motivierter Soldaten darstellen. Die Markenkünstlerin zeichnete das Gesicht des Soldaten bewusst neutral, um damit zu dokumentieren, dass im Österreichischen Bundesheer seit 1998 Männer und Frauen gleichberechtigt Dienst versehen.