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150 Jahre Hochzeit Elisabeth & Franz Joseph#

Blockausgabe

Ankunft der bayrischen Prinzessin Elisabeth von Wittelsbach, genannt "Sisi": Am 22. April 1854 kam das Dampfschiff "Franz Joseph" mit der Kaiserbraut in Nußdorf an. Der Leopoldsberg war bis zum Gipfel Kopf an Kopf mit jubelnden Menschen besetzt. Am Tag darauf begab sich die Braut im sechsspännigen Wagen - vom Schloss Favorita (dem heutigen "Theresianum") kommend - zu der nach ihr benannten und für sie errichteten Elisabeth-Brücke - dort wo heute die verlängerte Kärntnerstraße in die Wiedner Hauptstraße mündet - und weiter mit dem prunkvollem Brautzug über den Wienfluss zum Graben und Kohlmarkt in die Burg. Hochzeitstag 24. April 1854: Ein ungeheures "Cort.ge" (Gefolge) bildete sich nun auf dem Weg zur Augustinerkirche, voran schritt Elisabeth geführt von ihrer Mutter an den Altar, wo sie schon vom Erzbischof Rauscher in großer Assistenz erwartet wurde. Nach dem Segen sangen alle die Kaiserhymne von Joseph Hadyn mit dem neuen Text "Gott erhalte". Erzherzogin Sophie, die Mutter Franz Joseph's, schrieb in ihr Tagebuch: "... Tee und Souper bei mir zwischen 10 und 11 h ... Louise und ich führten die junge Braut in ihr Zimmer. Ich ließ sie mit ihrer Mutter allein, ... bis sie zu Bette gegangen war, worauf ich meinen Sohn aufsuchte und ihn zu seiner Frau führte, die, als ich ihr gute Nacht sagte, ihr hübsches, von reichem, schönen Haar umrahmtes Gesicht im Kopfpolster verbarg." Flitterwochen in Laxenburg: Während der Flitterwochen des Paares in Laxenburg ist ein Teil des Gartens beim Schloss für die übrige Welt abgesperrt und steht ausschließlich dem Paar zur Verfügung. Quelle: Forschungsprojekt Dr.I.Haslinger/HHStA NL Sopie /Gedenkbuch "Unser Kaiser" Carl E. Klopfer / "Mensch und Herrscher". Egon C. Conte Corti's / Bilder: Kunstsammlung Kaiser Franz Joseph Privatstiftung/ Piaristenkeller.