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© Österreichische Post
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Tag der Briefmarke 2004#

Sondermarkenserie mit Zuschlag

Seit der Erfindung des Flugzeuges hat diese moderne und schnelle Transportmöglichkeit immer mehr an Bedeutung - vor allem auch für die Postbeförderung - gewonnen. Während des 1.Weltkrieges begann das Militär zum ersten Mal Flugzeuge zur Feldpostbeförderung einzusetzen. Mit dem Flugzeug konnte vor allem die Ukraine, die damals von deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen besetzt war, durch eine Luftlinie nachrichtentechnisch in greifbare Nähe rücken. Die Strecke Wien - Krakau - Lemberg - Kiew hatte eine Gesamtlänge von ca. 1.2000 km in einer Richtung und nach einem Probeflug wurde die Linie vorerst nur für die wichtigste militärische, Diplomaten- und Dienst-Post genutzt. In Verwendung standen Flugzeuge vom Typ Hansa Brandenburg C 1, Oeffag C II und Albatros. Nachdem diese Flüge erfolgreich verlaufen waren, konnte die Postverwaltung schon ab 31.3.1918 diese Strecke für die private Brief- und Telegrammbeförderung nutzen, allerdings am Anfang nur bis Lemberg. Ab Anfang Juli desselben Jahres war die Beförderung der privaten Post über die ganze Entfernung bis Kiew möglich. Es musste in Etappen geflogen werden, die gesamte Flugzeit betrug ca. 11 Stunden. Die "Flugpost" war entstanden, die ersten Flugpostmarken wurden herausgegeben und ein neues Sammelgebiet für Philatelisten war geboren. Das Markenbild zeigt die Beladung des Flugzeuges Typ Oeffag C II mit Postsäcken. Dieses Flugzeug wurde in Österreich gebaut, und zwar in der Österreichischen Flugzeugfabrik A.G. (Oeffag) in Wiener Neustadt, die 1915 entstanden war. Der Doppeldecker Oeffag C II war mit 12,93 m Flügelspannweite oben und 12,04 m unten insgesamt 8,64 m lang und für 2 Mann Besatzung konzipiert.