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Madagascar#

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Tiergeschichten haben schon immer Groß und Klein begeistert. Besonders Erzählungen, in der Tiere die Rollen der Menschen übernehmen, haben uralte Tradition. Bei allen Völkern finden wir in ihren Mythen Tiergeschichten als Fabeln oder Parabeln und in Gleichnissen überliefert, mit denen allgemeine Wahrheiten oder Moralvorstellungen über die Ebene des Gefühls in verständlichen Bildern den Menschen näher gebracht werden. Auch in der modernen Form der Zeichentrickfilme wird auf diese traditionelle Erzählweise zurückgegriffen und mit der menschlichen Emotion spekuliert. Waren es früher Walt Disney Produktionen oder Produkte aus japanischen Ateliers, für die noch Bild für Bild mühsam gezeichnet wurde, sind es heute von der Computertechnologie unterstütze Animationen, die nun die Kinokassen klingeln lassen. Nach dem Erfolg von "Shrek" oder "Große Haie, kleine Fische" der Dreamwork-Pictures aus den USA wurde aus derselben Animationsschmiede unter der Regie von Eric Darnell und Tom McGrath ein neuer Film herausgebracht: "Madagascar" - eine Story über eine lustige Tierverschwörung mit turbulenten Szenen, witzigen Gags und flotten Sprüchen. Hauptthema aber ist die Sehnsucht nach der Freiheit, nach der Wildnis, nach dem Ursprünglichen. Im Mittelpunkt des Films stehen die vier Hauptakteure und zugleich auch die absoluten Stars im Zoo des New Yorker Central Park: Der eingebildete Löwe Alex, stolz auf seine geföhnte Mähne, das vorlaute Zebra Marty, die ständig panische Giraffe Melman und die divenhafte Nilpferd-Dame Gloria. Sie haben ein tolles Leben im Zoo. Sie werden regelmäßig gefüttert und tagtäglich von den Besuchern bewundert und bestaunt. Dennoch fühlt sich Marty ziemlich einsam. Der Gedanke an die Freiheit, an ein Leben in der Wildnis beschäftigt ihn zu sehr. Als er eines Tages zufällig den Fluchtversuch einiger Pinguine entdeckt, ist auch er kurz darauf verschwunden. Seine drei Freunde machen sich auf die Suche nach ihm. Bevor sie noch schlimmeres in den Strassen und im U-Bahn-Netz von New York anstellen können, werden sie eingefangen, in Kisten verpackt und mit einem Schiff nach Afrika geschickt. So sind sie wieder unfreiwillig vereint. Doch dann entführen die durchgeknallten Pinguine unter dem Kommando von Skipper das Schiff. Vor der Küste der Insel Madagascar gehen Alex, Melman, Marty und Gloria über Bord, um gestrandet aus erster Hand zu erfahren, wie sich das wilde, neue Leben anfühlt und wie man überleben kann. Sie entdecken die Wahrheit des Sprichwortes "Der Dschungel ist überall". Und garantiert warten dort einige Überraschungen auf die vier Abenteurer. Wie sehr auch die Technik in die Produktion eines Films Einzug genommen hat und uns mit den unglaublichsten Effekten überrascht, noch immer sind es die zündenden Ideen, die den Erfolg einer Story bestimmen.