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Blumen - Alpen-Goldregen#

Dauermarkenserie

Der Alpen-Goldregen, Laburnum alpinum (MILL.) BERCHTOLD & J. PRESL, aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) ist ebenso wie der Gewöhnliche Goldregen, Laburnum anagyroides MED., in den Südalpen, im Karst und in den Gebirgen der nordwestlichen Balkanhalbinsel beheimatet. Sie sind schon im ausgehenden Mittelalter in unsere Gärten verpflanzt worden und haben sich vielfach eingebürgert. Heute wird meist die Hybride (Kreuzung, Mischling, Bastard) zwischen den beiden Arten mit zahlreichen stattlichen und dichten Trauben von 20 bis 40 cm Länge, Laburnum x watereri (WETTST.) DIPP., kultiviert. Der bei uns in Südkärnten und -steiermark eingebürgerte Alpen-Goldregen blüht von Mai bis Juli und liebt felsige Hänge in luftfeuchten Lagen, Föhrenwälder und flachgründige Buchenwälder. Die Goldregen-Arten enthalten in fast allen Pflanzenteilen, besonders aber in den Samen, außerordentlich giftige Alkaloide (Cytisin u.a.). Für Kinder können schon 2 Samen gefährlich werden. Ein Kauen von Zweigen und das Essen von Blüten oder Samen können tödlich sein! Eine arzneiliche Anwendung erfolgt nur noch in der Homöopathie bei nervös-depressiven Zuständen, Magen-Darmerkrankungen, Schwindel, Hirnhautentzündung und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Ein Herbarblatt - manche sagen dazu "Pressblumenbild" - aus dem Jahr 1997 wurde für das Briefmarkenbild benützt.