unbekannter Gast

© Österreichische Post
© Österreichische Post

Schutzpatrone - Klemens Maria Hofbauer#

Sonderpostmarkenserie

Der Heilige und Stadtpatron von Wien finanzierte sich als Bäckerjunge in Znaim sein Studium, trat in Rom in den Orden der Redemptoristen ein wurde und 34-jährig zum Priester geweiht. In Warschau wirkte er mit großem Erfolg, bis er und seine Ordensbrüder auf Befehl Napoleons Warschau verlassen mussten. Sein Lebenswerk, die Seelsorgestation St. Benno, war damit zerstört. Im September 1808 kam der ins Exil verbannte Generalvikar der Redemptoristen im Alter von 57 Jahren nach Wien. Baron Penker, ein Freund und Gönner Hofbauers, verschaffte Klemens eine Stelle als Aushilfspriester in der Minoritenkirche. Von 1809 bis 1813 war er praktisch zu Untätigkeit verurteilt, ganz selten nur durfte er predigen und beichthören. Hofbauer aber begann dennoch unauffällig zu wirken, er wurde zum Ratgeber vieler Menschen. Erzbischof Hohenwart ernannte Hofbauer im Juli 1813 zum Beichtvater der Ursulinen und zum Direktor der Kirche St. Ursula in der Johannesgasse. Damit verbunden war auch die Benützung eines Miethauses in der Seilerstätte. Dieses Haus gestaltete Hofbauer zu seiner eigentlichen Wirkungsstätte. Vor allem jungen Menschen, besonders den Studierenden, wurde es zum geistigen Zentrum. Hofbauer entdeckte mit missionarischem Gefühl die pastoralen Notstände der Großstadt. Wien war zwar zu 97% dem Taufschein nach katholisch, aber in der Zeit der kirchenfeindlichen Aufklärung (Josephinismus) war es mit dem religiösen Leben schlecht bestellt. Von der Polizei beobachtet und bespitzelt nützte Hofbauer die Verkündigung des Evangeliums zur Glaubenserneuerung der Wiener. In seinen Predigten sprach er in einfachen, aber beeindruckenden Worten die Herzen der Zuhörer an. Seine persönliche Glaubensüberzeugung sprang wie ein Funke auf die Menschen über, die bald dem .Apostel von Wien. in Scharen zuliefen. Hofbauer wirkte nicht nur von der Kanzel aus. Viele Stunden am Tag saß er im Beichtstuhl und erwirkte dort die meisten Bekehrungen. Für diese Form der Einzelseelsorge besaß Klemens ein besonderes Charisma. Er war Seelenführer und Lebensberater für Menschen aus allen Berufs- und Gesellschaftsschichten. Klemens Maria Hofbauer verstarb 69-jährig am 15. März 1820 in Wien und wurde auf dem Romantiker-Friedhof von Maria Enzersdorf begraben. Erst nach seinem Tod wurden die Redemptoristen als Orden in Wien zugelassen. 1862 überführte man Hofbauers Leichnam in die Kirche Maria am Gestade. 1909 erfolgte durch Papst Pius X. die Heiligsprechung. Seit 1914 ist Klemens Maria Hofbauer Landespatron von Wien.