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© Österreichische Post
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100 Jahre Pfadfinderbewegung#

Blockausgabe

Die Pfadfinderbewegung ist eine freiwillige, nicht-politische Erziehungsbewegung für junge Menschen. Sie ist offen für alle, ohne Unterschied von Rasse, Herkunft oder Glauben. Sie zählt über 38 Millionen Mitglieder in über 200 Ländern auf allen Kontinenten. In Österreich gibt es rund 85.000 Pfadfinder. Die Kinder und Jugendlichen sind in über 300 Gruppen aktiv und im Dachverband "Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs" zusammengeschlossen. Die Grafiken auf den vier Marken des Blocks weisen auf die Grundsätze der Pfadfinderbewegung hin. Jede Marke trägt das Symbol der Bewegung: die Lilie. Im Hintergrund der Marke wurde der Wortlaut des Pfadfinderversprechens als fortlaufender Text gestaltet. Mit dem Pfadfinderversprechen, einer freiwilligen Selbstverpflichtung, tritt der Jugendliche der Bewegung bei und lernt frühzeitig das Übernehmen von Verantwortung. Es wird ergänzt durch soziales oder gesellschaftliches Engagement unter dem Motto: Jeden Tag eine gute Tat! BADEN-POWELL - der englische General und Held des Burenkrieges, hatte 1899 in dem Buch "Aids to Scouting" seine Erfahrungen als Kundschafter in Südafrika niedergeschrieben. Die eigentlich für die Armee gedachte "Anleitung zum Kundschafterdienst" löste bei den Jugendlichen in England großes Interesse aus. Baden-Powell entwickelte für Jugendliche ein erlebnispädagogisches Konzept und veranstaltete 1907 ein erstes Lager auf Brownsea Island, es gilt als Geburtsstunde der Pfadfinderbewegung. 1908 veröffentlichte er unter dem Titel "Scouting for Boys" seine Grundsätze. Bereits in diesem Buch wird der Heilige Georg als Schutzpatron der Pfadfinder genannt. Nach seinem Vorbild sollen Pfadfinder ritterlich handeln, anderen Menschen Freund sein, Hilfsbedürftige und Schwache unterstützen und die Umwelt schützen. Im letzten Brief vor seinem Tod 1941 mit fast 84 Jahren gab er der Pfadfinderbewegung sein Vermächtnis mit: "Versucht die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt." LAGERFEUER - Spielerisches Naturerlebnis soll den Jugendlichen zum richtigen Verhalten in der Natur wie auch zum richtigen Umgang mit der Natur hinführen und das Kennenlernen von ökologischen Zusammenhängen fördern. ZELT - Gemeinschaft wird erlebt im Zeltlager, von der kleinen Gruppe angefangen bis hin zu internationalen Begegnungen. Gemeinschaftliches Tun führt zu Teamfähigkeit, gemeinsame Rituale stärken den Zusammenhalt. Mir der Methode "Learning by doing" wird der Erfahrungshorizont erweitert. GITARRE - ein wesentliches Element der Gemeinschaft ist das Singen und Musizieren, musisch- kulturelle Aktivitäten lassen die Vielfalt menschlicher Ausdrucksformen erfahren und tragen zum Abbau gesellschaftlicher Schranken bei.