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Thomas Morgenstern#

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Mit seinen 22 Jahren gehört Thomas Morgenstern bereits jetzt zu den erfolgreichsten österreichischen Schispringern aller Zeiten. Als zweifacher Olympiasieger und als Gesamtweltcupsieger der Saison 2007/2008 sorgte der sympathische Kärntner in den vergangenen beiden Jahren für enthusiastische Freude unter seinen zahlreichen Fans. Geboren am 30. Oktober 1986 in Spittal an der Drau, gelang dem hoffnungsvollen Nachwuchstalent bei der Vierschanzen-Tournee 2002/2003 im wahrsten Sinn des Wortes der "Sprung" an die Weltspitze (Rang 6 am Ende der Tourneewertung). Nur fünf Tage später gewann er im tschechischen Liberec sein erstes Weltcupspringen. Im Februar 2003 wurde Morgenstern in Solleftea sowohl im Einzelspringen als auch mit der Mannschaft Juniorenweltmeister. Diese Erfolge konnte Morgenstern in der nächsten Saison bestätigen – er wurde gut platzierter Vierter der Gesamtwertung. Bei der darauf folgenden Junioren-WM gewann er die Silber-, und mit dem Team die Goldmedaille. In der Weltcupgesamtwertung belegte er den 6. Rang. Auch in der Saison 2004/2005 zeigte Morgenstern sein Können: Bei der Vierschanzen-Tournee belegte er Rang 3, holte bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf im Team Gold vom kleinen und vom großen Bakken und sicherte sich in der Weltcupwertung den 7. Platz. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin ging der Stern des Thomas Morgenstern schließlich in all seiner athletischen Pracht auf: Auf der Großschanze sicherte sich der „junge Adler“ mit minimalem Vorsprung vor Andreas Kofler sein erstes olympisches Gold. Beide deklassierten die Konkurrenz aufgrund ihrer weiten Sprünge im 2. Durchgang. Wenige Tage später vervollständigte Morgenstern seinen sportlichen Traum: Gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Widhölzl, Martin Koch und Andreas Kofler holte er die Goldmedaille im Teamwettbewerb auf der Großschanze. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Sapporo (Japan) gewann er gemeinsam mit Wolfgang Loitzl, Gregor Schlierenzauer und Andreas Kofler erneut die Goldmedaille im Teamwettbewerb auf der Großschanze, quasi als "Draufgabe" sicherte er sich noch die Bronzemedaille im Einzelbewerb auf der Normalschanze. Auch die vergangene Saison verlief für den jungen Draufgänger überaus erfolgreich: Als erster Springer der Geschichte entschied er die ersten sechs Bewerbe einer Weltcupsaison für sich. Unglaublich, aber wahr: Bereits sechs Springen vor Saisonende stand er als Sieger des Gesamtweltcups fest! Was den beliebten Athleten auszeichnet, ist aber nicht nur sein sportlicher Erfolg. Bei seiner großen Anhängerschar genießt er vor allem hohe Sympathiewerte, nicht zuletzt aufgrund seiner jugendlich unbekümmerten Art. Fast schon legendär ist seine entschlossene Einstellung, die er in der Aussage "Bevor ich einen Sprung auf Sicherheit mach’, geh’ ich lieber zu Fuß runter" pointiert auf den Punkt brachte.