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Briefmarke, Velázquez
© Österreichische Post

Velázquez – Portrait der Infantin Margarita Teresa#

Blockausgabe

Die Eltern Margarita Teresas waren König Philipp IV. von Spanien und Maria Anna von Österreich. Ihre Ehe mit ihren Onkel und Cousin Leopold I. wurde lange ausverhandelt und geplant. Aus diesem Anlass ließ der Madrider Hof drei Gemälde von Diego Velázquez nach Wien schicken, die die kleine Infantin im Alter von drei, fünf und acht Jahren zeigen. 1666 traf die 15-jährige Braut als in Wien ein und die Hochzeit wurde mit viel Prunk gefeiert. Kurz nach der Geburt ihres sechsten Kindes starb die junge Kaiserin Margarita Teresa im Alter von nur 21 Jahren in Wien. Leopold I. begründete mit dieser Ehe später im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges seinen Anspruch auf Spanien. Diego Rodríguez de Silva y Velázquez wurde 1599 in Sevilla geboren, einem der geistigen und kulturellen Zentren des Landes. Er begann früh eine Lehre bei dem Maler Francisco Herrera. dann in der Werkstatt von Francisco Pacheco. 1618 heiratete Velázquez dessen Tochter und begann als eigenständiger Künstler zu arbeiten. 1622 ging Velázquez nach Madrid, wo er die Gelegenheit erhielt, den 17-jährigen Philipp IV. zu malen. 1623 trat Velázquez als Hofmaler in den Dienst des spanischen Königs. Unter den vier Hofmalern konnte Velázquez mit der Zeit die eindeutige Vorrangstellung erwerben. Eine Begegnung mit Rubens löste bei Velázquez den Wunsch aus, in Italien die Werke der großen italienischen Maler zu sehen. 1629 bis 1631 bereiste er Italien, um Kopien von für den spanischen Hof anzufertigen. Während seines Aufenthalts entstanden von italienischen Meistern inspirierte Werke. Nach seiner Rückkehr nach Madrid schuf er dank seiner leistungsfähigen Werkstatt, in der auch sein Schwiegersohn arbeitete, unzählige Werke. Ihm wurde außerdem die Ausgestaltung vieler Bauten des Königs übertragen. Spezialität von Velázquez waren die Reiterbilder und neben den Portraits des Herrscherhauses auch die der Hofzwerge und –narren, die er mit demselben Feingefühl malte. Ende 1648 fuhr Velázquez im Auftrag des Königs wieder nach Italien, um Kunstwerke für eine neue Kunstakademie zu erwerben. 1651 nach Madrid zurückgekehrt, erforderte die zweite Heirat des spanischen Königs mit Maria Anna von Österreich seine Aktivitäten als Hofmaler. Velázquez, einer der größten Bildnismaler aller Zeiten, starb am 6. August 1660 in Madrid. Die beiden Markenbilder dieser Gemeinschaftsausgabe mit Spanien: Museo del Prado, Madrid: Die königliche Familie von Felipe IV Kunsthistorisches Museum Wien: Infantin Margarita Teresa im blauen Kleid.