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EUROPA 2011 - 2011 - Briefmarken - Alltagskultur

Briefmarke, 2011 - Jahr des Waldes
© Österreichische Post

EUROPA 2011 - Jahr des Waldes#

Blockausgabe

Das von „Posteurop“, der Vereinigung der europäischen Postgesellschaften, vorgegebene Thema der heurigen EUROPA-Marken befasst sich – gemäß der Resolution 61/193 der Vereinten Nationen – mit dem Internationalen Jahr der Wälder. Die Österreichische Post hat sich dazu, in Kooperation mit der Bundesforste AG, etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Der vorliegende Markenblock, gestaltet von Michael Rosenfeld, ist nämlich nicht bloß ein Postwertzeichen, sondern weitaus mehr. In der Form eines kleinen Briefchens beinhaltet der Block eine speziell ausgewählte Mischung von Samenkörnchen heimischer Fichtenbäume aus Tirol, dem Salzkammergut, dem Waldviertel, der Steiermark und aus Kärnten. Das Datum des Erscheinens dieses außergewöhnlichen Markenblocks ist selbstverständlich nicht zufällig gewählt, ist doch der Herbst die beste Zeit der Aussaat – „in wenigen Jahren“, ist Bundesforste-Vorstandsdirektor Mag. Georg Schöppl überzeugt, „werden Sie sich an jungen Bäumchen erfreuen und an diese Briefmarke in ganz besonderem Maße erinnern.“ Die Symbolik, die hinter dieser innovativen Ausgabe steckt, ist klar: Setzen wir ein Zeichen und helfen unserem Wald bei seinem weiteren für uns alle so wichtigen Wachstum. Dass die Philatelie als Botschafter eines Landes dabei durchaus für das nötige Bewusstsein sorgt, steht freilich außer Frage.

Rund 40.000 km² – das entspricht rund 48 Prozent der österreichischen Staatsfläche – sind Wald. Dabei überschneiden sich vielfältigste Klima-, Landschafts- und Vegetationsformen. Landschaftlich hat Österreich Anteil an Hoch- und Mittelgebirgsregionen ebenso wie an Hügelland und Ebene; die Geologie ist nicht nur aufgrund der Gebirgsbildungen und Auffaltungen sehr komplex. Die Böden haben sich aus kalkhaltigen und sauren Gesteinen entwickelt, folglich zeigen die Bodentypen eine überaus große Vielfalt. Angepasst an die geologischen, klimatischen, Relief- und Bodenverhältnisse hat sich eine unterschiedliche „Waldgesellschaft“ und eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt an die jeweiligen Standorte angepasst bzw. entwickelt.

Die Wälder Österreichs sind für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität von größter Bedeutung. Das so genannte „Naturreservate-Programm“ stellt einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Verbesserung der biologischen Vielfalt unserer Wälder dar. Vor genau 15 Jahren, 1996, wurde ein bundesweites Netz von Naturwaldreservaten, das der Erhebung von Grundlagen für die Weiterentwicklung eines ökologisch orientierten, naturnahen Waldbaues dient, eingerichtet. Nationalparks, Naturparks und Biosphärenparks sind, um drei Beispiele zu nennen, Teile dieses Netzes.