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Briefmarke, 50 Jahre OECD
© Österreichische Post

50 Jahre OECD#

Sonderpostmarkenserie

Vor genau 50 Jahren, 1961, trat die heutige OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) an die Stelle ihrer Vorläuferorganisation OEEC, welche ihrerseits im Jahre 1947 mit Unterstützung der Vereinigten Staaten und Kanadas zur Koordinierung des Marshall-Plans für den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Als Hauptquartier bezog die OEEC seinerzeit das Château de la Muette in Paris, wo die OECD übrigens auch heute noch ihren Hauptsitz hat.

Die neue Organisation, die OECD, sollte ihren Mitgliedsländern helfen, eine optimale Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung sowie einen höheren Lebensstandard zu erreichen und dadurch zur Entwicklung der Weltwirtschaft beizutragen. Gleichzeitig sollte die OECD die Staaten dabei unterstützen, ihre finanzielle Stabilität zu wahren. Die Gründungsakte der Organisation, die so genannte „OECD-Konvention“, nennt als weitere Ziele einen Beitrag zu einem gesunden wirtschaftlichen Wachstum in anderen Ländern und eine Ausweitung des Welthandels auf multilateraler und nichtdiskriminierender Grundlage.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hat die OECD in den vergangen Jahren freilich ihren Aktionsradius über den Kreis der 34 Mitgliedsländer deutlich erweitert. Heute stellt sie ihre Analysen und Erfahrungen in den Dienst von über 100 Entwicklungs- und Schwellenländern und trägt damit den Veränderungen im globalen Wirtschaftsumfeld Rechnung. Oberstes Entscheidungsorgan der OECD ist der Rat – er setzt sich aus je einem Vertreter der Mitgliedsländer und der Europäischen Kommission zusammen. Der Rat tagt regelmäßig auf Botschafterebene und fasst seine Beschlüsse im Konsens. Mindestens einmal jährlich tagt der Rat auf Ministerebene, um wichtige Fragen zu beraten und die Prioritäten für die Arbeit der OECD festzulegen. Die vom Rat beschlossenen Arbeiten werden vom Sekretariat umgesetzt. Vertreter der Mitgliedsländer und eingeladener Nicht-Mitglieder treffen sich indes in den rund 200 Ausschüssen, Arbeits- und Expertengruppen der OECD, wo Konzepte ausgearbeitet und die Fortschritte in den verschiedenen politischen Bereichen überprüft werden. Rund 40.000 hochrangige Vertreter aus den nationalen Verwaltungen nehmen jährlich an diesen OECD-Arbeitstreffen teil. Das Sekretariat seinerseits steht unter der Leitung eines Generalsekretärs – Amtsinhaber ist seit Juni 2006 der Mexikaner Angel Gurría. Ihm stehen ein oder mehrere Stellvertretende Generalsekretäre zur Seite. Der Generalsekretär führt den Vorsitz im Rat und ist das Bindeglied zwischen den Vertretungen der Mitgliedsländer und dem Sekretariat.