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Pink Ribbon
© Österreichische Post

Pink Ribbon#

Sonderpostmarkenserie

Im Jahre 1996 rief der internationale Brustkrebsexperte Dr. Ernie Bodai die erste „Breast Cancer Stamp“ ins Leben. Mit dieser Briefmarke sollten, so die Idee, möglichst viele Spendengelder für die Brustkrebsforschung erzielt werden. Mittlerweile wurden damit in Amerika unfassbare 30 Millionen Dollar für das nationale Krebs-Institut und das Brustkrebs-Forschungsprogramm eingenommen. Von diesem Erfolg angespornt, hat es sich Dr. Bodai zur Lebensaufgabe gemacht, diese Briefmarke in möglichst vielen Ländern auf der ganzen Welt zur Förderung der nationalen Brustkrebsforschung zu lancieren. In zahlreichen Staaten ist ihm das auch schon gelungen: Von Kenia über Belize, El Salvador bis hin nach Ungarn, Serbien und Kosovo – die „Pink Ribbon“-Briefmarke ist bereits überaus weit verbreitet. Dem Engagement der Österreichischen Post AG ist es zu verdanken, dass es diese Briefmarke nun auch in Österreich gibt.

Die vorliegende Zuschlagsmarke, die als Motiv ein Gemälde der amerikanischen Künstlerin Whitney Sherman zeigt, hat gewissermaßen einen doppelten Nutzen: Neben dem Beförderungsentgelt für die entsprechende Postsendung (0,90 Euro) ergeht der Zuschlag von 0,10 Euro direkt an die Österreichische Krebshilfe. „Den Schwachen und den Kranken unserer Gesellschaft zu helfen muss eine Selbstverständlichkeit sein“, so Post-Generaldirektor Dr. Georg Pölzl. „Immer wieder unterstützt die Post Aktionen und Organisationen, die sich eine solche Hilfe zum Ziel gesetzt haben. Wir freuen uns, einen kleinen finanziellen Beitrag für das wichtige Thema Krebsforschung leisten zu können.“ (Neben der neuen Sondermarke wird übrigens auch eine eigene Blechpostkarte aufgelegt, die ebenfalls unterstützende Funktion hat: 1 Euro pro verkaufter Karte fließt an die Pink Ribbon-Aktion der Österreichischen Krebshilfe.)

„Erinnern Sie doch Ihre Frau, Ihre Freundin, Ihre Mutter, Schwester und Cousine daran, wie wichtig es ist, zur Mammografie zu gehen. Denn Brustkrebs-Früherkennung kann Leben retten!“ – Wie wichtig dieser eindringliche Appell der Medizin tatsächlich ist, zeigen letztlich die Statistiken: In den westlichen Ländern sterben mehr Frauen an Brustkrebs als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. Neben der Heilung sind der Erhalt der betreffenden Brust und vor allem der Lebensqualität erklärtes Ziel der medizinischen Behandlung. Die Therapie besteht in der Regel in einer an das Erkrankungsstadium angepassten Kombination aus Operation sowie Zytostatika-, Hormon- und Strahlentherapie. Neue Ansätze aus dem Gebiet der Krebsimmuntherapie werden außerdem durch monoklonale Antikörper ermöglicht. Das medizinische Vorgehen basiert in hohem Maße auf Erfahrungen aus Studien und ist in weltweit akzeptierten Leitlinien standardisiert.