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Briefmarke, Tag der Briefmarke 2011
© Österreichische Post

Tag der Briefmarke 2011#

Sondermarke mit Zuschlag

Die heurige Sondermarke „Tag der Briefmarke“ thematisiert die steirische Landeshauptstadt Graz, jenen Ort also, in dem die ÖVEBRIA 2011, die größte nationale Verbands-Wettbewerbsausstellung Österreichs innerhalb eines Jahres, vom 13. bis 15. Mai stattfindet. Veranstalter dieser Rang 2-Ausstellung ist das Organisationskomitee „Marke + Münze“, Ort der Schau ist die Sporthalle Seiersberg, die sich bereits in den vergangenen Jahren als Austragungsort ähnlicher Veranstaltungen bestens bewähren konnte.

Das Motiv der Zuschlagsmarke (Nominale 2,72 € + 1,36 €) zeigt im Vordergrund eine Garnitur der Grazer Schnellbahn, genauer gesagt einen Triebwagen des Typs „Desiro“ in der typischen blau-weißen Lackierung. Die so genannte „S-Bahn Graz“ ist ein steirisches Nahverkehrsprojekt, an dem seit 1998 gearbeitet wird. Die erste Inbetriebnahme erfolgte am 9. Dezember 2007, die Fertigstellung soll in den nächsten Jahren, konkret bis 2016, erfolgen. Neben der Bahn-Abbildung befindet sich das steirische Landeswappen, und im Hintergrund des Markenmotivs präsentiert sich, einer Kulisse gleich, das unverwechselbare Grazer Stadtbild mit Schlossberg, Uhrturm und der Mur.

Mit knapp 300.000 Einwohnern ist Graz die zweitgrößte Stadt Österreichs, die wunderschöne Altstadt und Schloss Eggenberg gehören seit vielen Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO. Darüber hinaus wurde Graz zur Menschenrechtsstadt erkoren und ist Trägerin des Europapreises; mit mehr als 40.000 Studierenden hat sich Graz zuletzt außerdem zu einer beliebten Universitätsstadt entwickelt. Die Altstadt, wo sich die meisten Sehenswürdigkeiten befinden, erstreckt sich über den gesamten Bezirk Innere Stadt, geht aber noch über dessen Grenzen hinaus. Im Zentrum liegt der oben erwähnte Schlossberg, der zwischen 1125 und 1809 als Festung diente. (Da diese nie eingenommen wurde, steht sie übrigens im Guinness-Buch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten!) Auf dem Schlossberg sind noch einige Festungsreste und Bauwerke aus dieser Zeit erhalten geblieben, unter ihnen der Uhrturm von 1570, das berühmteste Wahrzeichen von Graz, der Glockenturm und die Kasematten (ehemaliges Verlies unterm Berg). Die Ferdinandsbrücke vor dem Schlossberg, benannt nach Kaiser Ferdinand, war die erste Kettenbrücke der Steiermark und die größte Österreichs, erbaut 1836. Sie wurde 1918 in Keplerbrücke umbenannt, zu Ehren von Johannes Kepler, der hier einige Jahre lebte und forschte.