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Briefmarke, Gerlinde Kaltenbrunner
© Österreichische Post

Gerlinde Kaltenbrunner#

Sonderpostmarke #

Die vorliegende Sondermarke würdigt eine österreichische Spitzensportlerin der etwas anderen und zugleich der ganz besonderen Art. Gerlinde Kaltenbrunner, am 13. Dezember 1970 in Kirchdorf an der Krems geboren und in Bühl am Rande des Schwarzwaldes wohnhaft, gehört ohne Zweifel zu den besten Extrembergsteigerinnen der Welt. Mit dem Erreichen des von ihr mehrmals umkämpften Gipfels des K2 am 23. August im vergangenen Jahr ist sie die dritte Frau, die alle 14 Achttausender erfolgreich bestiegen hat, und die erste, welcher diese sportliche Höchstleistung ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff gelungen ist. Bereits in jungen Jahren wurde in Gerlinde Kaltenbrunner das Interesse für das Bergsteigen geboren. Den markanten Einstieg in die faszinierende Welt der Berge bewirkte einst der Leiter der Jugendgruppe ihrer Heimatgemeinde, der Gemeindepfarrer Dr. Erich Tischler. Er nahm das Mädchen nach der sonntäglichen Messe immer wieder auf Bergtouren mit – zunächst natürlich noch auf die Berge der Umgebung. Im Alter von 13 Jahren, während ihrer Ausbildung an der Schihauptschule im oberösterreichischen Windischgarsten, unternahm Gerlinde Kaltenbrunner ihre erste leichte Klettertour am heimischen „Sturzhahn“ – „der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft“, wie sie heute weiß. In den darauf folgenden Jahren ließ sie keine Gelegenheit zum Bergsteigen aus. Ski-, Eisund Klettertouren entwickelten sich zu ihrem Hauptinteresse, dem sie, neben ihrer beruflichen Ausbildung zur Krankenschwester in Wien, ihre ganze Aufmerksamkeit widmete. Ihr größter Traum – einen Achttausender zu erklimmen – ging im Alter von 23 Jahren mit der Besteigung des Broad Peak Vorgipfels in Pakistan auf 8.027 Metern Höhe in Erfüllung. Seither ließ sie der Gedanke an die hohen und höchsten Berge dieser Welt nicht mehr los, und von da an steckte sie das Gehalt, das sie als Krankenschwester verdiente, in verschiedenste Expeditionen ins Himalaja-Gebiet sowie ins Gebirgsmassiv des Karakorum. Nach der Besteigung des Nanga Parbat im Jahre 2003, ihrem fünften Berg über achttausend Meter, verschrieb sie sich voll und ganz dem Profibergsteigen. Heute, mit knapp 42 Jahren, kann sie die erfolgreiche Bezwingung sämtlicher Achttausender auf ihrem Konto verbuchen. Ihre Leidenschaft gilt jedoch nicht allein den hohen Bergen des Himalaja, auch von den Menschen und deren fremder Religion und Kultur lässt sie sich bewegen und verzaubern. Gemeinsam mit ihrem Mann unterstützt Gerlinde Kaltenbrunner mehrere Hilfsprojekte, so zum Beispiel die „Nepalhilfe Beilngries“ und die „Felix Iñurrategi Stiftung“ in Pakistan.