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Briefmarke, Rotfuchs
© Österreichische Post

„Wildtiere und Jagd“ - Rotfuchs#

Sonderpostmarke#

Startschuss für die neue Markenserie „Wildtiere und Jagd“; den Beginn macht der Rotfuchs (lat. Vulpes vulpes), der interessanterweise von allen wildlebenden Fleischfressern das größte geographische Verbreitungsgebiet hat. Das attraktive Markenmotiv, gezeichnet von der bekannten Künstlerin Kirsten Lubach, zeigt in der Bildmitte das Tier selbst und links davon dessen Fährte, auch Trittsiegel genannt. Der Fuchs gehört, so wie der Wolf und der Schakal, zu den hundeartigen Beutegreifern, in vielerlei Hinsicht ist er jedoch der Katze sehr viel ähnlicher. Die große Sprunggewandtheit zum Beispiel, oder das geduckte Anschleichen an die Beute, das Zucken der Schwanzspitze bei Erregung und auch die sich zu einem senkrechten Schlitz verengenden Pupillen sind typische Verhaltensmuster des Fuchses. Seine Körpermaße sind erstaunlich klein, er wird nur zwischen 45 und 90 Zentimeter lang und etwa 40 Zentimeter hoch – erst der buschige Schwanz, der rund 70 Prozent der Kopf-Rumpf-Länge einnimmt, verleiht dem Fuchs seinen stattlichen Eindruck. Der Rotfuchs zeichnet sich – Stichwort Lebensweise – vor allem durch seine überaus hohe Anpassungsfähigkeit aus, genau deshalb gilt er auch als Paradebeispiel des so genannten „Kulturfolgers“. Der nachtaktive Einzelgänger, der auch mit wenig Platz sein Auslangen findet, lebt gegenüber uns Menschen unauffällig und ist daher schwer zu bejagen. Hinzu kommt eine weitere „Strategie“: Streifen viele Füchse durch ein Gebiet und ist dadurch das Nahrungsangebot für das einzelne Tier gering, werden weniger Junge geboren, denn dann ist die körperliche Kondition der weiblichen Tiere (Fähen) schlecht. Sind hingegen die Füchse vorübergehend stark dezimiert, beispielsweise durch den Ausbruch von Tollwut, gibt es weniger Konkurrenz und daher mehr für den einzelnen Rotfuchs zu fressen. In der Folge können auch die Würfe wieder größer werden. Ein wichtiger Bestandteil im Lebensraum des sprichwörtlich „schlauen Fuchses“ ist sein Bau, dient er doch als Geburts-, Aufzucht- und Wohnstätte. In weichen Böden gräbt der Fuchs ihn selbst, in harten benützt er bereits vorhandene Baue, vorzugsweise die des Dachses. Die meist geräumigen Behausungen, die aus zahlreichen Röhren und Kesseln bestehen, findet man sowohl in Nadel- und Mischwäldern als auch in Hecken und anderen Bepflanzungen. Bevorzugt werden südliche Hanglagen, weil es dort trockener und sonniger ist, was vor allem in der Spielphase der Jungtiere (Welpen) von Wichtigkeit ist. Interessant ist freilich, dass ausgerechnet in manchen Millionenstädten, wo die Häusermeere von großen Parks und Friedhofsarealen unterbrochen sind, die höchsten Fuchsdichten der Welt existieren