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Briefmarke, Wolkenturm Grafenegg
© Österreichische Post

„Wolkenturm Grafenegg“#

Sonderpostmarke#

Mit der vorliegenden Sondermarke findet die Serie „Moderne Architektur“ nun ihre sehenswerte Fortsetzung, der zweite Wert thematisiert den imposanten „Wolkenturm Grafenegg“ in der gleichnamigen niederösterreichischen Gemeinde. Das ästhetische Motiv der Marke zeigt eine interessante Perspektive dieses eindrucksvollen Gebäudes, das vom Wiener Architektenstudio „the next ENTERprise – architects“, Marie-Therese Harnoncourt und Ernst J. Fuchs, entworfen und 2007 als Open Air-Bühne für 1730 Konzertbesucher errichtet wurde. Das Motto des international tätigen Architektenduos definiert gewissermaßen dessen künstlerisches Arbeitsprogramm. Es lautet: „Das Provozieren von Zufällen und dem Unvorhersehbaren ist unsere Strategie für die Raum- und Programmproduktion von Architektur. Wir arbeiten daran, alles aufzuspüren, was über das reine Funktionieren hinausführt – es ist das Wesen von Architektur, wie wir sie uns vorstellen.“ Die spektakuläre Bühnenkonstruktion ist in eine natürliche Senke inmitten des Grafenegger Schlossparks eingebettet und dient gleichermaßen als Veranstaltungsort wie auch als Objekt im Landschaftspark. 2007 mit dem Österreichischen Bauherrenpreis und ein Jahr später mit dem Österreichischen Bau-Preis ausgezeichnet, gehört der Wolkenturm mit Sicherheit zu den eindrucksvollsten Beispielen moderner Architektur in unserem Land. Eröffnet wurde das Bauwerk übrigens am 22. Juni 2007 mit der jährlich stattfindenden Sommernachtsgala, deren Programm vom Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Alfred Eschwé gestaltet wurde. Als architektonisches Zentrum des Musik-Festivals Grafenegg genießt der Wolkenturm, ebenso wie das Konzertfestival selbst, große internationale Reputation. Unter der künstlerischen Leitung des bekannten Pianisten Rudolf Buchbinder findet das Festival seit 2007 auf dem wunderschönen Schlossareal von Grafenegg statt. Als Spielstätten dienen neben der Open Air-Bühne Wolkenturm auch der Konzertsaal Auditorium sowie die historische Reitschule, die für Prélude-Konzerte und die beliebten Einführungsgespräche genutzt wird. Das Programm des Festivals sieht vierzehn Konzerte an vier Wochenenden vor, im Zentrum stehen vor allem Orchesterkonzerte und Recitals internationaler Gastensembles und Solisten. Eine zentrale Rolle nimmt jährlich der Composer in Residence ein, der ein Auftragswerk des Musik-Festivals Grafenegg schreibt und dieses auch selbst im Rahmen des Festivals zur Uraufführung bringt.