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Briefmarke, HMW Z 50
© Österreichische Post

„Motorräder“ – HMW Z 50#

Sondermarke#

Fortsetzung der beliebten Serie „Motorräder“: Der neue Wert thematisiert ein Stück österreichischer Motorrad-Nostalgie, die legendäre HMW Z50 aus dem Jahre 1953. Die Halleiner Motorenwerke Hinterberger, Schreitl & Co., vormals Halleiner Motorenwerk Aktiengesellschaft, kurz Halleiner Motorenwerke (HMW), waren ein Hersteller von Fahrradhilfsmotoren, Mopeds und Motorrollern. Der Standort des Unternehmens befand sich zunächst in Hallein, Ende der 1950er Jahre wurde der Betrieb nach Kottingbrunn, einer kleinen Gemeinde südlich von Baden bei Wien, übersiedelt. Zur Geschichte: Im November 1948 erfolgte die Gründung – unter anderem durch einen gewissen Ing. Anton Fuchs – zunächst als „Motorenwerk Fuchs- Königer Aktiengesellschaft Salzburg-Hallein“. Zuvor schon war mit der Suche nach einem geeigneten Gelände für den Produktionsstandort begonnen worden, der Mitte 1948 mit dem teilweise brachliegenden Grundstück der ehemaligen Grill- Werke gefunden wurde. Anfang 1949 konnte der Unternehmensstandort in den bis dahin ungenützten Hallen bezogen worden. Einige Zeit später, 1949, erfolgte wegen interner Unstimmigkeiten eine Neugründung auf den Firmennamen „Halleiner Motorenwerk Aktiengesellschaft“. Als einstmals größtes Industrieunternehmen im Land Salzburg wurden in der Halleiner Fabrik etwa 107.000 Mopeds hergestellt, das letzte Fahrzeug verließ im August 1958 das Werk. Infolge des Motorradbooms im Zuge des Wirtschaftswunders in den 1950er Jahren entschloss man sich, ein neues Werk zu bauen. Im niederösterreichischen Kottingbrunn konnte schließlich ein geeignetes Areal gefunden werden. Bis Mitte 1958 wurde eine große Werksanlage, die dem seinerzeit letzten Stand der Technik entsprach, aufgebaut. Zu dieser Zeit waren rund 1.500 Personen bei HMW beschäftigt. Mit dem im Kottingbrunner Werk eingeführten Montageband konnte die Produktion auf zweieinhalb Mopeds pro Monteur angehoben werden, während im alten Werk in Hallein die Tagesproduktion bei nur 13 Mopeds lag. Etwa 60 Prozent der hergestellten Zweiräder wurden exportiert, darunter waren neben Ländern in Europa und Südamerika auch Hawaii sowie Nord- und Südafrika. Wenige Jahre später kam es jedoch zu einem dramatischen Verkaufsrückgang, der den Anfang vom Ende des Unternehmens bedeutete. Im Vergleich zum Jahr 1956 betrug der Absatz von Motorrädern und Mopeds 1960 lediglich noch ein Zehntel. Am 16. Mai 1962 wurde schließlich das letzte von insgesamt 128.175 HMW-Mopeds ausgeliefert. Die Z50, welche die neue Sondermarke ziert, gehört freilich bis heute zu den Klassikern dieses einstmals bedeutenden österreichischen Herstellers.