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Briefmarke, Die Biene Maja
© Österreichische Post

Die Biene Maja#

Vor über 100 Jahren erschuf Waldemar Bonsels die kleine Biene Maja, die seitdem mit ihren Freunden und ihren Abenteuern Millionen Kinderherzen höher schlagen lässt und längst zu einer weltbekannten Kultfigur geworden ist. Nun wird in der Serie „Comicmarken-Puzzle“ die schlaue Biene auf einer mit Spezialeffekten versehenen Sondermarke präsentiert.

Im Jahr 1912 erschien „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“, ein Roman für Kinder, der von einer neugierigen Biene erzählt, die in einem Baumloch wohnt und viele Abenteuer bestreitet. 1915 folgte der Band „Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott“. Ob sie im Netz einer Kreuzspinne gefangen wird, von Hornissen gejagt oder durch einen Elfen die Menschen kennenlernt – die kleine beherzte Maja findet stets einen Ausweg, und der Kaufmann Jakob Ernst Waldemar Bonsels wurde dank ihr zu einem gefeierten Schriftsteller. Die Geschichten rund um Biene Maja wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft – heute zählen sie zu den berühmtesten Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur. Bereits 1924 begannen die Dreharbeiten zum ersten Biene-Maja-Film, der unter der Regie von Wolfram Junghans entstand und mit lebenden Tieren gedreht wurde. Mitte der 1970er-Jahre beschloss das ZDF, in Kooperation mit Apollo Film, ORF und dem japanischen Studio Zuiyo Enterprise eine TV-Serie zu produzieren. Die Figuren und das Drehbuch lieferte der amerikanische Comic-Zeichner Marty Murphy, der Maja unter anderem ihren Bienenfreund Willi und den Grashüpfer Flip zur Seite stellte. Die Serie ging ab 1976 mit insgesamt 104 Folgen in Deutschland und Österreich auf Sendung und erfreute sich nicht nur ungemeiner Beliebtheit, sondern setzte auch eine immense Merchandising-Maschinerie in Gang – bald prangte die freche Biene Maja auf Schulartikeln, Spielzeug oder Süßigkeiten und konnte als Plüschtier erworben werden. 2012 entwickelten das belgische Unternehmen Studio 100, das ZDF und der französische Sender TF1 eine neue, computeranimierte TV-Serie mit Biene Maja in 3D, die nun mit einigen neuen Figuren wie der Schnecke Rufus, dem Mistkäfer Ben oder dem Marienkäfer Lara die nächste Kindergeneration in ihren Bann zieht. Die berühmte, von Karel Gott dargebotene Titelmelodie erfuhr durch Helene Fischer ebenfalls eine zeitgemäße Interpretation. Im September 2014 kommt die fröhliche Biene nun endlich ins Kino und bringt den Bienenstock in alter Manier, aber moderner 3D-Technik wieder mächtig durcheinander – als Maja bezichtigt wird, wertvolles Gelée royale entwendet zu haben, macht sie sich mit Willi auf die Suche nach dem wahren Dieb.

Die Sondermarke „Die Biene Maja“ birgt mehr, als mit dem bloßen Auge zu erkennen ist: Ein QR-Code auf der Rückseite der Puzzlemarke führt mittels eines Mobiltelefons zu einer Applikation. Damit kann ein „Augmented-Reality-Effekt“ aktiviert werden, der Maja in 3D über die Briefmarke schwirren lässt, durch Antippen können weitere Animationen gestartet werden.