unbekannter Gast

Briefmarke, Richard Strauss
© Österreichische Post

150. Geburtstag Richard Strauss#

Sondermarke#

Anlässlich des 150. Geburtstags von Richard Strauss präsentiert die Österreichische Post einen der bedeutendsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts auf einer Sondermarke. Er galt in seiner frühen Schaffensphase als Wegbereiter der Moderne und Opernrevolutionär, die späteren klassizistisch eingefärbten Werke wurden ihm daher von manchem Kritiker übel genommen – seiner Beliebtheit und seiner weltweiten Bedeutung für die Musikwelt tut dies jedoch keinen Abbruch.

Richard Strauss erblickte am 11. Juni 1864 in München das Licht der Welt. Von seinem Vater, erster Hornist des Münchner Hoforchesters, erbte er die Musikalität, von seiner Mutter erhielt er die finanzielle Absicherung, die ihm künstlerische Unabhängigkeit ermöglichte. Im Alter von sechs Jahren begann er zu komponieren, bereits mit 20 Jahren wurde er Kapellmeister in Meiningen – weitere Engagements in München und Weimar machten Strauss zu einem der gefragtesten Dirigenten seiner Zeit. 1889 entstand mit „Don Juan“ eine seiner symphonischen Dichtungen, die er selbst als Tondichtungen bezeichnete. Bald wurde er als wichtigster junger Komponist Deutschlands gehandelt. Er heiratete die Sängerin Pauline de Ahna und konnte mit weiteren Tondichtungen wie „Till Eulenspiegel“ oder „Also sprach Zarathustra“ große Erfolge feiern. 1905 wurde seine Oper „Salome“ uraufgeführt, die sich textlich weitgehend an das Drama von Oscar Wilde hielt und aufgrund ihrer Neuartigkeit begeisterte, aber auch viele vor den Kopf stieß. Seine nachfolgende Zusammenarbeit mit dem Librettisten Hugo von Hofmannsthal ließ unvergessliche Opernwerke wie „Elektra“, „Der Rosenkavalier“ oder „Ariadne auf Naxos“ entstehen. Richard Strauss fungierte auch als Förderer und künstlerischer Leiter. Nach seinem Amt als Berliner Generalmusikleiter wurde er 1919 gemeinsam mit Franz Schalk für fünf Jahre Direktor der Wiener Staatsoper. Er war Mitbegründer der Salzburger Festspiele und setzte sich stets für die Rechte Musikschaffender ein.

Weniger rühmlich waren die Jahre 1933 bis 1935, in denen er unter den Nationalsozialisten als Präsident der Reichsmusikkammer diente. Erst ein Streit über seinen neuen jüdischen Librettisten Stefan Zweig erzwang seinen Rücktritt, zu einem Bruch mit dem Regime kam es jedoch nie. Nach Kriegsende verbrachte Strauss einige Jahre in der Schweiz, wo er sein letztes Werk „Vier letzte Lieder“ komponierte. Er verstarb am 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen und hinterließ ein imposantes Gesamtwerk von rund 250 Musikstücken verschiedener Gattungen.