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Briefmarke, Eröffnung Wien Hauptbahnhof
© Österreichische Post

Eröffnung Wien Hauptbahnhof#

Sondermarke#

1.000 Züge sollen künftig täglich hier fahren, 145.000 Menschen befördert werden. Der neue Wiener Hauptbahnhof wird ein Verkehrsknotenpunkt, wie es ihn in Österreich bisher nicht gegeben hat. Die Österreichische Post würdigt dies mit einer Sondermarke.

Mit Dezember 2014 wird er offiziell eröffnet, die Züge von und nach Süden, Norden und Osten fahren ab dann ebenso in den neuen Bahnhof ein wie alle Nacht- und Autoreisezüge. Anstatt wie bisher drei Kopfbahnhöfe wird es künftig in Wien einen modernen Durchgangsbahnhof geben, der einen zeitgemäßen Bahnbetrieb gewährleistet. Die Züge in den Westen und vom Westen kommend werden ein weiteres Jahr über den Westbahnhof abgewickelt, mit Dezember 2015 wird der Hauptbahnhof seine volle Funktion aufnehmen und der Großteil des Fernverkehrs hier Halt machen. Die Bahnhofshalle, ein markantes Gebäude mit rautenförmigem Dach, ist mit einer Höhe von elf Metern und einer Fläche von 4.200 Quadratmetern ein imposanter Bau, allein in der Halle wurden 1.400 Tonnen Stahl verarbeitet. Zwölf Bahnsteige werden künftig in Betrieb sein. Der neue Hauptbahnhof ist durchgängig barrierefrei benutzbar und 14 Lifte und 29 Rolltreppen sorgen für einfache Fortbewegung. Eine Tiefgarage mit 600 Stellplätzen und drei Fahrradgaragen mit 1.150 Stellplätzen gibt es ebenso wie zwei City-Bike-Stationen und E-Bike-Tankstellen. 14 Kassen, 22 Fahrkartenautomaten, drei Infoschalter, zwei Infopoints, Schließfächer, ein Lost-and-Found- Bereich und eine ÖBB-Lounge mit zu vermietenden Besprechungsräumen vervollständigen die Ausstattung.

Zudem gibt es auch die BahnhofCity mit rund 100 Geschäften und Gastronomiebetrieben. Bäckerei, Supermarkt, Modeanbieter, Parfümerie, Buchgeschäft und viele andere Handelsbetriebe wenden sich nicht nur an die Reisenden. Aber auch ein konsumfreier Wartebereich mit rund 700 Plätzen wurde eingerichtet. Wer sich zurückziehen möchte, hat im „Raum der Stille“ Gelegenheit dazu, dieser kann von allen in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften genutzt werden.

Da die Bahnverkehrsfläche künftig nur mehr 50 anstatt wie bisher 109 Hektar beansprucht, entsteht neben dem Bahnhof ein neues Stadtviertel, in dem Lebensraum für 13.000 Menschen, Büroflächen und ein Bildungscampus errichtet werden.

Der neue Hauptbahnhof soll das Bahnreisen erleichtern und verkürzen: Wer etwa von Graz nach Amstetten fährt, muss nur mehr einmal umsteigen anstatt wie bisher zwei oder drei Mal, zudem ist man um fast eine Stunde schneller. Auch der Flughafen Wien wird erstmals an das Fernverkehrsnetz angeschlossen, von Linz über den Hauptbahnhof Wien bis zum Flughafen Wien braucht man mit einer Direktverbindung nur mehr 1 Stunde 47 Minuten.