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Schloss Kobersdorf#

Bezirkshauptmannschaft: Oberpullendorf Burgenland, Oberpullendorf

Gemeinde: Kobersdorf Burgenland, Kobersdorf

Katastralgemeinde: Kobersdorf



Aus Fluchtburg des „Karolingischen Festungsgürtels" im 9. Jh. entstand das Wasserschloss, das 1222 als CASTRUM schriftlich belegt ist.

Das weitläufige Bauwerk ist aus verschiedenen Trakten zusammengesetzt, die um den quadratischen Fluchtburghof und den rechteckigen Festhof gelagert sind. 6 markante Rundtürme mit den riesigen Kegeldächern bestimmen das Äußere des Schlosses. Reiche Stuckdekoration ziert die reizvolle Schlosskapelle.

Im 16. Jh. wurde das Schloss großzügig ausgebaut, die künstlerische Ausstattung - in erster Linie Stuck und Fresken - stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jh.s. 1979 wurden in der Schlosskapelle bemerkenswerte Fresken aus dem 14. Jh. entdeckt.

Besitzer nach ungarischen Königen 1289 die Habsburger. 1453 von Kaiser Friedrich III. verpfändet an das Geschlecht der Weisspriacher, ging es 1648 an die Familie Graf Kery und 1704 an Fürst Esterházy über. 1963 übernahm das durch Krieg arg devastierte Schloss Arch. Bolldorf-Reitstätter.

Nach tadelloser Restaurierung dient es Wohnzwecken, ist Ausstellungszentrum sowie Schauplatz der Kobersdorfer Sommerspiele. Fallweise finden im Schloss Tagungen und Seminare statt.


Eigentümer: Seit 1963 Familie Arch. Bolldorf von Grazigna-Reitstätter u. Kinder


Südportal des Schlosses Kobersdorf
Südportal des Schlosses Kobersdorf. Eine mächtige Anlage, die ehemals von einem Wassergraben eingeschlossen war und urkundlich 1229 erwähnt wurde.
Foto: Bwag. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0
Schloss Kobersdorf
Schloss Kobersdorf
Foto: P.Diem
Schloss Kobersdorf
Schloss Kobersdorf.
Foto: Arcomonte26. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0
Nordostansicht des Schlosses Kobersdorf mit Wassergraben und rechts die Barbakane.
Nordostansicht des Schlosses Kobersdorf mit Wassergraben und rechts die Barbakane.
Foto: Name. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland, bearb. von Adelheid Schmeller-Kitt, hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 2. Aufl., Wien 1980, Seite 156f
  • Prickler, Harald, Burgen und Schlösser, Ruinen und Wehrkirchen im Burgenland, Wien 1972, Seite 76ff
  • Schmeller, Alfred, Das Burgenland, Salzburg 1965, Seite 136f