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Burgruine Gmünd (Altes Schloss)#

Bezirkshauptmannschaft: Spital an der Drau Kaernten, Spital an der Drau

Gemeinde: Gmünd Kaernten, Gmuend

Katastralgemeinde: Gmünd



Unregelmäßige vier- bis fünfgeschoßige Anlage mit dem mittelalterlichen Bergfried, Rittersaal mit Kamin, bezeichnet 1555. Ein Inschriftstein: „Erzbischove Leonhart von Saltzburg hat das Schloss lassen bauen anno domini 1506" (der Stein ist heute in Tanzenberg). Eine Säule von 1510 mit dem Keutschacher Wappen ist heute auf der Burg Kreuzenstein, Niederösterreich.

1252 urk. erwähnt; die romanisch-gotische Anlage wurde 1487 zerstört (durch die Ungarn) und 1502-06 durch den Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach als Privatsitz wieder aufgebaut. Der Westtrakt wurde 1607-15 durch den Baumeister Daniel Deutta erbaut (im Besitz des Rudolf von Raitenau). Seit dem Brand im Jahr 1886 ist die Burg im Verfall.


Eigentümer: Stadtgemeinde Gmünd


Burgruine Gmünd - Foto: Burgen-Austria

Burgruine Gmünd - Foto: Burgen-Austria

Burgruine Gmünd - Foto: Burgen-Austria


--> Gmünd (AEIOU)


Alte Burg Gmünd




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten, Vorarbeiten von Karl Ginhart, neubearb. von Ernst Bacher, Ilse Friesen, Geza Hajos, Wolfram Heike, Elisabeth Herzig, Horst R. Huber, Margarete Migaes, Jörg Oberhaidacher, Elisabeth Reichmann-Endres, Margareta Vyoral-Tschapka, 2. verb. Auflage, Wien 1981, Seite 160f;
  • Henckel, Hugo, Burgen und Schlösser in Kärnten I, Klagenfurt-Wien 1964, Seite I/30ff
  • Valvasor Topographia Archiducatus Carinthiae Nachdruck der Ausgabe von 1688, Klagenfurt 1975, Seite 61f
  • Wiessner, Hermann — Seebach, Gerhard — Vyoral-Tschapka, Margareta, Burgen und Schlösser in Kärnten (Kärnten III), Burgen und Schlösser um Hermagor, Spittal/Drau, Villach, 2. erw. Aufl., Wien 1986, Seite III/57ff