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Schloss Viktring (Stiftsgebäude)#

Gemeinde: Klagenfurt, Stift Viktring Straße 25 Kaernten, Klagenfurt, Stift Viktring Straße 25



Vom mittelalterlichen Bestand sind nun nur noch die Prälatur und die nördlich davor gelagerten Bauten, mit zwei vortretenden Halbrundtürmen, erhalten. Die Prälatur ist dreigeschoßig und wurde im 19. Jh. zum Teil neugotisch verändert. Die übrigen Stiftsanlagen, die beiden dreigeschoßigen Arkadenhöfe und die imposante 130 m lange Südfront stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jh.s (Bauherr war Abt Benedikt Mulz).

Deckenstuckdekoration im großen Saal, urk. 1728, von Kilian Pittner. Rokokostukkaturen in zwei Räumen des ersten Stockes im östlichen Teil. Im westlichen Hof befindet sich ein Marienbrunnen, bezeichnet 1675. Viktring wurde 1142 von Bernhard von Sponheimals Zisterzienserkloster gegründet (Erzbistum Salzburg). Im 15. Jh.durch Brände und Türkeneinfälle arg in Mitleidenschaft gezogen.

1786 erfolgte die Aufhebungdes Klosters. Weitere Besitzer waren die Liechtenstein (1834), die Moro, die Aichelburg, 1943-56 Oswald Dreihann-Holenia. Im Schloss sind eine Schule mit Internatsbetrieb und ein Kindergarten untergebracht.


Eigentümer: Seit 1973 Republik Österreich (Bundesgebäudeverwaltung)


Schloss Viktring - Foto: Burgen-Austria

Schloss Viktring - Foto: Burgen-Austria

Zisterzienserkloster Viktring


--> Viktring (AEIOU)




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten, Vorarbeiten von Karl Ginhart, neubearb. von Ernst Bacher, Ilse Friesen, Geza Hajos, Wolfram Heike, Elisabeth Herzig, Horst R. Huber, Margarete Migaes, Jörg Oberhaidacher, Elisabeth Reichmann-Endres, Margareta Vyoral-Tschapka, 2. verb. Auflage, Wien 1981, Seite 739f;
  • Wiessner, Hermann — Seebach, Gerhard — Vyoral-Tschapka, Margareta, Burgen und Schlösser in Kärnten (Kärnten II), Burgen und Schlösser um Klagenfurt, Feldkirchen, Völkermarkt, 2. erw. Aufl., Wien 1980, Seite II/38ff