Burgruine Aggstein#

Bezirkshauptmannschaft: Melk Niederoesterreich, Melk

Gemeinde: Aggsbach Niederoesterreich, Aggsbach

Katastralgemeinde: Aggstein Niederoesterreich, Aggstein



Die 300 m über dem rechten Donauufer gelegene Burgruine, mit ihrem prächtigen Ausblick über das Donautal, ist wegen ihrer Größe und geschichtlichen Bedeutung eine der wichtigsten derartigen Anlagen in Österreich.

Der über 100 m lange Bau besteht aus der Vor-, Mittel- und Hauptburg, dem Halsgraben, dem Tor- und Verliesturm, einer gotischen Kapelle, der Küche und dem Speisehaus, dem Brunnenhof, einer Schildmauer sowie der Ringmauer mit dem ehem. Wehrgang. Über eine 6,5 m hohe Holztreppe gelangt man zum Eingangstor der Hochburg mit ihrem viergeschoßigen Kemenatenbau. Außerhalb der Burganlage befindet sich ein schmaler Felsvorsprung mit dem berühmten „Rosengärtlein".

Urk. 1231 von den Kuenringern gegründet, wurde die Burg 1295 zerstört. 1429 Besitz des Georg von Scheck, 1529 Zerstörung durch die Türken, nach 1606 Besitz der Anna von Polheim, anschließend bis 1672 der Familie Abensperg und Traun, ab 1685 der Familie Starhemberg, die Aggstein mit der Herrschaft Schönbühel vereinigte; zu diesem Zeitpunkt wird die Burg dem Verfall preisgegeben.

Die Ruine ist heute ein beliebtes Ausflugsziel (Burgschenke). Regelmäßige Restaurierungsarbeiten.


Eigentümer: Grafen Seilern-Aspang


Burgruine Aggstein

Ruine Aggstein

--> Burgruine Aggstein aus dem Buch "Hoamatland", © J. Steininger


--> Aggstein (AEIOU)


www.schoenbuehel-aggstein.at




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Niederösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, neubearb. von Richard Kurt Donin, 3- neubearb. Auflage, Wien 1953, Seite 10f