Schloss Mailberg#

Bezirkshauptmannschaft: Hollabrunn Niederoesterreich, Hollabrunn

Gemeinde: Mailberg Niederoesterreich, Mailberg

Katastralgemeinde: Mailberg


 
Mächtiger zweistöckiger Bau, von Graben und Ringmauer umgeben. Vortretender Torbau, im Osten als Abschluß des Hofes die Kirche, Wirtschaftsgebäude sowie ehem. Befestigungen um das Schloss. Im Inneren gewölbte Räume, großer Saal und Repräsentationsräume.

Seit dem 12. Jh. Besitz des Johanniterbzw. Malteser Ritterordens. 1128 als Hospiz genannt; 1451 fand hier die Gründung des „Mailberger-Bundes" statt; es war dies ein Bündnis der Stände gegen Ladislaus Posthumus. Seine heutige Form erhielt das Schloss 1595 unter Komtur Karl von Tettau. Ein weiterer Umbau erfolgte 1762 unter Komtur Anton Graf Colloredo. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt und seit 1974 gründlich restauriert.

Im Schloss sind das Malteser Ritter-Museum sowie eine Frühstückspension untergebracht. Verschiedene Räume werden für Ordenszusammenkünfte und kulturelle Veranstaltungen verwendet.


Eigentümer: Souveräner Malteser Ritterorden


Schloss Mailberg - Foto: Burgen-Austria

Schloss Mailberg - Foto: Burgen-Austria

Schloss Mailberg - Foto: Burgen-Austria




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Niederösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Wien 1990. Seite 693f