Schloss Linz#

Gemeinde: Linz Oberoesterreich, Linz



Große Anlage mit zwei Höfen, Friedrichstor (mit Wappenstein, 1481), Arkadenhof mit Brunnen und großer Terrasse mit prächtigem Blick auf die Stadt und das Mühlviertel.

799 erstmals urk. erwähnt, gelangte die mittelalterliche Burg an Herzog Leopold VI. von Österreich und damit in landesfürstlichen Besitz. 1485-93 diente sie Kaiser Friedrich III., der hier starb, als Residenz. Auf den Grundfesten der Burg Friedrichs III. errichtete Kaiser Rudolf II. einen gewaltigen Neubau, dessen Rohbau 1607 stand. Im Schloss waren die Wohnräume des Landeshauptmanns, seiner Beamten und deren Kanzleien untergebracht. Die Kaiserzimmer befanden sich im obersten Stock.

1743 fand auf Schloss Linz die Erbhuldigung vor Maria Theresia statt. Das noch heute mächtige Schloss ist jedoch nur mehr ein Torso, da die durch einen Brand 1800 zerstörten Teile (Südtrakt, Teile des Ost- und des Mitteltraktes) nicht wiederaufgebaut wurden. 1851—1945 war im Schloss eine Kaserne untergebracht; nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als Flüchtlingsquartier.

Nach seiner prächtigen Restaurierung beherbergt das Schloss nun seit 1963 die Sammlungen des Oberösterreichischen Landesmuseums.


Eigentümer: Republik Österreich


Schloss Achleiten - Foto: Burgen-Austria

Schloss Achleiten - Foto: Burgen-Austria


Schloss Linz (Bibliothek)


Linzer Schloss




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Oberösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich, ErwinHainisch (bearb. von Kurt Woisetschläger), hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 6. Aufl., Wien 1977, Seite 179.
  • Grabherr, Norbert, Burgen und Schlösser in Oberösterreich, 2. Aufl., Linz 1970. Seite 28ff.

  • Sekker, Franz, Burgen und Schlösser, Städte und Klöster Oberösterreichs, in Georg Matthäus Vischers „Topographia Austriae superioris modernae, 1674", Linz 1925, Seite 149ff.