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Burg Werfenstein#

Bezirkshauptmannschaft: Perg Oberoesterreich, Perg

Gemeinde: St. Nikola an der Donau Oberoesterreich, St. Nikola an der Donau

Katastralgemeinde: Struden Oberoesterreich, Struden



Die Burg wurde 1242 erstmals urkundlich erwähnt. Erbaut wurde sie durch die Familie Clam-Velburg. Nächster Besitzer war Herwicus Burggraf von Werfenstein,

Anschließend war sie im landesfürstlichen Eigentum und wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert immer wieder an verschiedene Besitzer verpfändet. Unter anderem an die Prüschenk, die von hier aus die Greinburg erbauten.

Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Burg aufgegeben. 1645 kam es zu einem Brand in der bereits verfallenen Burg. 1780 wurde der Palas wegen Einsturzgefahr und der Gefährdung einer nahen Straße abgerissen.

1907 erwarb Jörg Lanz von Liebenfels die Ruine und baute sie zur „Ordensburg“ seines völkisch-esoterischen Neutempler-Ordens aus, der als Grundlage für mehrere nationalsozialistische Ideen dienen sollte. Lanz war einer der geistigen Väter Adolf Hitlers. 1945 wurde die Burg völlig ausgeplündert.

1963 kauft sie ein Linzer Arzt und baut sie zum privaten Alterswohnsitz aus. Nach seinem Tod Ende der 1990er Jahre wechselte die Liegenschaft wieder den Besitzer. Von den mittelalterlichen Burggebäuden sind heute noch die Hauptburg, die Vorburg, eine Ringmauer, ein Turm mit vier Geschoßen und ein Neubau, der 1965-67 fachgemäß durchgeführt wurde, erhalten.


Eigentümer: In Privatbesitz


Burgruine Werfenstein., Foto: Pfeifferfranz. Aus: Wikicommons unter CC
Burgruine Werfenstein.
Foto: Pfeifferfranz. Aus: Wikicommons unter CC
Ruine Werfenstein und Insel Wörth um 1674, Stich von G.M.Vischer., Aus: Wikicommons
Ruine Werfenstein und Insel Wörth um 1674, Stich von G.M.Vischer.
Aus: Wikicommons




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.


Literatur#

  • Dehio Oberösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich, ErwinHainisch (bearb. von Kurt Woisetschläger), hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 6. Aufl., Wien 1977, Seite 339.
  • Grüll, Georg (I), Burgen und Schlösser im Mühlviertel, 2. Aufl., Wien 1968, Seite 128ff.
  • Ulm, Benno, Das Mühlviertel, Salzburg 1971, Seite 232f.