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Burg Rabenstein#

Bezirkshauptmannschaft: Graz-Umgebung Graz Umgebung

Gemeinde: Rothleiten Rothleiten

Katastralgemeinde: Adriach Adriach


 
Die obere Burg ist heute Ruine; im 12. Jh. durch das gleichnamige Geschlecht erbaut, Ende des 15. Jh.s durch Brand beschädigt und seither im Verfall; die untere Burg, wohl aus dem 14. Jh. stammend, ist mit den beiden Breitseiten von weitem sichtbar.

Unregelmäßiger Hof, durch den die alte Murtalstraße führte, zwei- und dreigeschoßiger Hauptbau, im Kern gotisch, zwei hohe Säle (Rittersaal und kleiner Saal) mit großen Fenstern, reicher Stuck um 1670 aus der Werkstatt des Alexander Serenio, Deckenbilder, Sgraffitorest im Burghof (renoviert nach 1866), zwei der Südfront vorgelagerte Terrassen mit Wehranlage und Burggarten. Zu Füßen der Burg liegt das sogenannte Turnierfeld, das von einer Mauer umfriedet ist (Datierung am Tor 1663).

Besitzer bis ins 14. Jh. die Herren von Rabenstein. Das kaiserliche Lehen wurde 1497 an die Harrach, später an die Breuner und an die Windischgraetz verliehen. Im 17. Jh. erfolgte durch die Familie Trauttmannsdorff der Umbau der unteren Burg. Weitere Besitzer waren die Wagensperg, Dietrichstein, Montoyer, Reininghaus (1877-1981), ab 1981 die Liechtenstein.

Im Sommer wird Rabenstein heute fallweise als Veranstaltungsort für Schlosskonzerte verwendet.


Eigentümer: Steiermärkische Elektrizitäts AG (STEG)


Burg Rabenstein - Foto: Vischers Topographia Ducatus Styriae 1681

Burg Rabenstein - Foto: Burgen-Austria

Burg Rabenstein - Foto: Burgen-Austria




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Baravalle, Robert Burgen und Schlösser der Steiermark, Graz 1961, Seite 174ff;
  • Dehio Steiermark Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Steiermark (ohne Graz), bearb. von Kurt Woisetschläger und Peter Krenn, Wien 1982, Seite 384