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Schloss Stubenberg#

Bezirkshauptmannschaft: Hartberg Hartberg

Gemeinde: Stubenberg Stubenberg Hartberg

Katastralgemeinde: Stubenberg Stubenberg Hartberg



Schloss Stubenberg., Foto: Herzi Pinki. Aus: Wikicommons unter CC
Schloss Stubenberg.
Foto: Herzi Pinki. Aus: Wikicommons unter CC

Geschlossener zwei- bzw. dreigeschoßiger Dreiflügelbau mit Ecktürmen um einen quadratischen Innenhof; die Ostseite durch Wehrgangmauer mit Schießscharten geschlossen. Hof mit zweigeschoßigen Säulenarkaden an drei Seiten; mehrere steinerne Renaissancetüren, Rustikaportale, einfache Kas
settendecken, intarsierte
 Türen. Kleine Kapelle im 
ehemaligen Galeriesaal des
 Südtraktes. Die Einrich
tung dieses Schlosses 
stammt aus der zweiten 
Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Stubenberger hatten ihren Stammsitz auf dem unweit gelegenen „Kögerl“. Die dortige Burg wurde um 1160 errichtet. 1268 erhob sich der steirische Adel gegen Ottokar II. von Böhmen. Wulfing von Stubenberg wurde gefangen genommen und seine Stammburg wurde von den böhmischen Truppen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Südöstlich des heutigen Ortes Stubenberg wurde 1462 das neue Schloss als Verwaltungssitz für die umliegenden Besitzungen errichtet.

Schloss Stubenberg, Vischers Topographia Ducatus Styriae 1681
Schloss Stubenberg
Vischers Topographia Ducatus Styriae 1681

Zweihundert Jahre später beteiligten sich die Stubenberger neuerlich an einem Aufstand gegen den Landesherrn. Sie schlossen sich Andreas Baumkircher bzw. dem ungarischen Königs Matthias Corvinus an. Kaiser Friedrich III. siegte und zog das Lehen ein. Die Burg gab er der Familie Drachsler.
1581 ließen sie einen neuen Renaissacebau errichten. Die Form des Schlosse blieb bis heute unverändert.
Sophia Khempinskhi, die den Besitz geerbt hatte, verkaufte 1632 Stubenberg an Georg Ernst Freiherr von Herberstein.
1815 erwarben die Grafen Wurmbrand-Stuppach das Schloss. Nach 1889 wurde das Gebäude umfassend restauriert und teilweise umgebaut.
Zwei Töchter des Grafen Wurmbrand traten in den Orden der Franziskaner Missionarinnen Mariens ein und brachten ihre Erbschaft als Stiftung in den Orden ein.
Schloss Stubenberg diente den Franziskanerinnen als Niederlassung. Nach dem Umzug der Klosterschwestern in einen Neubau kam das Schloss 1980 in Privatbesitz.
Seit 2001 ist in ihm ein kleines Hotel untergebracht. Im Arkadenhof und im Festsaal finden gelegentlich kulturelle Veranstaltungen statt.


Eigentümer: Seit 1980 Familie Schleicher



--> Stubenberg (AEIOU)


www.schloss-stubenberg.at




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen. Der Beitrag wurde jedoch im Oktober 2010 mit folgenden Quellen aktualisiert:

www.burgen-austria.com

Burgen und Schlösser in Österreich und Südtirol (2005) von Gerfried Sitar und Anna Hoffmann

und mit Webrecherchen.

Literatur#

  • Baravalle, Robert Burgen und Schlösser der Steiermark, Graz 1961, Seite 232f
  • Dehio Steiermark Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Steiermark (ohne Graz), bearb. von Kurt Woisetschläger und Peter Krenn, Wien 1982, Seite 552f