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Ansitz Büchsenhausen#

Gemeinde: Innsbruck, Weiherburggasse 5-13 Tirol, Innsbruck, Weiherburggasse 5-13


Ein zweistöckiger Tiroler Ansitz mit hohem Turm (mit Kuppelhelm), prächtiger Kapelle (1698 geweiht), Sakristei mit vielen Paramenten, Hofeingang mit mächtigem Tor, Fresko-Sonnenuhr mit Wappen de Lama, Johannes-Nepomuk-Statue; im Inneren Stuck des 17. Jh.s, schöne Gewölbe, intarsierte Türen und historische Porträts, Biener-Saal mit Fresken.

1539 bzw. 1546 (westlicher bzw. östlicher Teil), für den Büchsenmacher und Geschützgießer Gregor Löffler erbaut. 1641 von Kanzler Wilhelm Biener erworben, erweitert und durch eine Zinnenmauer eingefriedet; anschließend Errichtung einer Brauerei und eines neuen Gebäudes anstelle der Löfflerschen Gußhütte. 1686-1830 im Besitz der Familie de Lama, ab 1869 im Eigentum der Familie Nißl. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Besatzungszeit dem Gebäude arge Schäden zugefügt; erst in den letzten Jahren ist eine völlige Restaurierung durchgeführt worden.


Eigentümer: Familien Bachbauer, Schmitt, Salcher, Schenk und Venningen


Ansitz Büchsenhausen - Foto: Burgen-Austria

Ansitz Büchsenhausen - Foto: Burgen-Austria




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Tirol, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Tirol, bearb. von Gert Amman, Erich Egg, Johanna Felmayer, Josef Franckenstein, Wolfram Heike, Horst R. Huber, Herta Öttl, Meinrad Pizzinini, Wien 1980, Seite 112f.
  • Stockhammer, Erwin, Die Ansitze in Innsbruck und seiner nächsten Umgebung aus der Zeit der Spätgotik und Frührenaissance, (=Schlern-Schriften, Bd. 202), Innsbruck 1961, Seite 30ff.
  • Weingartner, Josef Hörmann-Weingartner, Magdalena Die Burgen Tirols. Ein Burgenführer durch Nord-, Ost- und Südtirol, 3. Aufl., Innsbruck-Bozen 1981, Seite 105.