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Ehem. Ansitz Thurnfeld (Kloster Hall in Tirol)#

Bezirkshauptmannschaft: Innsbruck-Land Tirol, Innsbruck-Land

Gemeinde: Hall in Tirol Tirol, Hall in Tirol

Katastralgemeinde: Hall in Tirol



Heute ein Flügel im Ostteil des Klosters; dreigeschoßiger Bau mit polygonalem Türmchen im Osten; im Erdgeschoß Stichkappentonne des 16. Jh.s, im Obergeschoßflur Holzdecke mit Profilleisten (16. Jh.).

Die Kapelle liegt im ersten Obergeschoß: querrechteckiger Raum mit polygonaler Apsis; ornamentale Malereien von Kaspar Waldmann (Anfang 18. Jh.), Altar (geweiht 1584) mit vier Tafelbildern (an der Rückseite sowie an den Außenflügeln) von Lukas Cranach, mit der Drachensignatur des Meisters (vor 1537), die Heiligen Andreas, Petrus, Wolfgang und Kunigunde darstellend. 1582 erfolgte die Erbauung (unter Erzherzogin Magdalena) eines freistehenden Schlösschens und der Ecktürme.

Außer dem Frauenkloster (Von der Heimsuchung Maria) ist hier eine Schule mit Internat untergebracht.


Eigentümer: Seit 1859 Salesianerinnen Orden




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Tirol, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Tirol, bearb. von Gert Amman, Erich Egg, Johanna Felmayer, Josef Franckenstein, Wolfram Heike, Horst R. Huber, Herta Öttl, Meinrad Pizzinini, Wien 1980, Seite 315.
  • Öttl, Herta, Die Ansitze von Hall in Tirol und Umgebung. (=Schlern-Schriften, Bd. 257), Innsbruck 1970, Seite 51ff.
  • Weingartner, Josef Hörmann-Weingartner, Magdalena Die Burgen Tirols. Ein Burgenführer durch Nord-, Ost- und Südtirol, 3. Aufl., Innsbruck-Bozen 1981, Seite 88.