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Burgruine Neuburg#

Bezirkshauptmannschaft: Feldkirch Vorarlberg, Feldkirch

Gemeinde: Koblach Vorarlberg, Koblach

Katastralgemeinde: Koblach



Von der einst großartigen Anlage sind heute noch der Bergfried, der Palas, Rondelle, die Ringmauer, sechs Tore, der Vorplatz und die Hauptburg erkennbar. Neuburg war die größte Burg des Landes Vorarlberg.

Urk. 1166 im Besitz der Weifen, folgte erst Pfalzgraf Hugo von Tübingen, anschließend (1240) die Fam. Tumb als Besitzer, die die Anlage 1363 an die Habsburger veräußerte. Es war dies die erste Herrschaftserwerbung des Hauses Österreich in Vorarlberg. Die Burg wurde unter den Habsburgern nie als Pfand vergeben (reichsunmittelbar), auch gibt es keinen Hinweis auf eine etwaige Zerstörung. 1647 eroberten die Schweden unter General Wrangel Burg Neuburg, bis 1744 war die Anlage Garnison für österreichische Soldaten. 1767 wurde sie schließlich zur Abtragung (um 1100 Gulden) versteigert und dann einige Zeit als Steinbruch verwendet.

Imposanter Anblick bei der Durchquerung des Rheintales.


Eigentümer: Gemeinde Koblach




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Vorarlberg, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Vorarlberg, bearb. von Gert Amman, Martin Bitschnau, Paul Rachbauer, Helmut Swozilek, hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, Wien 1983, Seite 274f.
  • Huber, Franz Josef, Kleines Vorarlberger Burgenbuch, Ländle-Bibliothek, Bd. III, Dornbirn 1985, Seite 88f.
  • Ulmer, Andreas, Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins, Dornbirn 1925, unveränderter Nachdruck, Dornbirn 1978, Seite 292ff.