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Esterházy, Palais#

Gemeinde: Wien, Wallnerstraße 4 Wien, Wallnerstrasse 4


Dreigeschoßiger Bau mit elf Achsen, Balkon mit schmiedeeisernem Gitter, großem Esterházywappen über dem Mittelfenster im ersten Stock, Kapelle (1699 geweiht) mit barocken Altären, einem Altarbild des hl. Leopold aus dem 18. Jh., einer Orgel um 1800, dem Kapellenturm (nach 1737), Innenräume mit Stuckverzierungen, einem Saal mit chinesischen Lackvertäfelungen, einem Empiresaal aus der ersten Hälfte des 19. Jh.s. Urspr. stand an dieser Stelle ein kleines Jagdschloss des Babenbergers Leopold III. (Gedächtnistafel im zweiten Hof).

Der heutige Bau besteht aus mehreren Häusern, die drei Höfe mit gemeinsamer Durchfahrt umfassen und wurde 1695 durch den Fürsten Paul Esterházy (Palatin von Ungarn) nach den Plänen des Architekten Francesco Martinelli errichtet bzw. umgebaut. Im 18. u. 19. Jh. wurden noch einige Häuser der unmittelbaren Nachbarschaft dazugekauft und mit dem älteren Stammgebäude als Esterházysches Fideikommißhaus vereint. Im Jahr 1809 logierte hier der französische Marschall Berthier.

Nach schweren Kriegsschäden 1945 in den Folgejahren wiederhergestellt.


Eigentümer: Dr. Paul Fürst Esterházy/Erben




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Czeike, Felix, Das große Groner Wien Lexikon, Wien 1974, Seite 464.
  • Dehio Wien, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien, von Justus Schmidt und Hans Tietze, neubearb. von Anton Macku und Erwin Neumann, revidiert von Ilse Frieser, sechste, verb. Auflage, Wien 1973, Seite 63.