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Palais Modena (Innenministerium)#

Gemeinde: Wien, Herrengasse 7 Wien, Herrengasse 7


Streng klassizistischer Bau mit achtzehn Achsen, drei Geschoßen und zwei Portalen. Vestibül, Feststiege mit zwei Statuen (Musen), Festsaal mit Säulen und Oktogon-Glaskuppel, Goldkabinett; die heute profanierte Kapelle ist in einem halbkreisförmigen Raum untergebracht. 1453 wurden erstmals zwei Häuser erwähnt, welche den Herren von Pellendorf gehörten; ab 1455 Eigentum der Familie Dietrichstein. Diese ließen 1678 den ersten Umbau durchführen, ein weiterer erfolgte 1811 durch Beatrix Prinzessin von Este, nach Plänen von Giacomo Quarenghi und Alois Pichl (Umbau zur heutigen Form). Beatrix von Este war die Gemahlin von Erzherzog Ferdinand (Statthalter von Mailand) und die Mutter von Kaiserin Ludovica (eine der vier Gemahlinnen von Kaiser Franz I.).

1819 Besitz des Erzherzogs Franz, Herzog von Modena. Bis 1842 Wohnsitz des Prinzen Wasa und der Prinzessin Amalia von Schweden. 1842 Verkauf an den Staat Österreich; anschließend Sitz des Ministeriums für Inneres und Unterricht, Ministerpräsidium und fallweise Wohnung des Ministerpräsidenten (kurzfristig auch Bundeskanzleramt).

Nach Bombenschäden 1944 wurde es in den Jahren 1945-50 wiederaufgebaut und ist seither Sitz des Innenministeriums.


Eigentümer: Republik Österreich (Bundesgebäudeverwaltung)




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Czeike, Felix, Das große Groner Wien Lexikon, Wien 1974, Seite 464.