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Palais Savoyisches Damenstift#

Gemeinde: Wien, Johannesgasse 15-17 Wien, Johannesgasse 15-17


Dreigeschoßiger zehnachsiger Bau mit zwei Portalen (das östliche ist vermauert), der ehemals aus zwei Häusern bestand. Prächtige Bleifigur „Madonna Immaculata" von Franz Xaver Messerschmidt, Wandbrunnen im Hof mit Relief des Propheten Eliseus und zwei liegende Löwen, darüber ein Fresko, die göttliche Erkenntnis und Weisheit darstellend (F. Xaver Messerschmidt). Kleine Kapelle, die 1893/94 aus dem ehem. Goldbergschen Stiftungshaus hierher verlegt wurde.

Das Gebäude wurde 1684 erstmals urk. genannt, war im 17. Jh. Palais der Herzogin Savoyen-Carignan und wurde 1767 durch Josef Meißl verändert. Anna Felicitas von Savoyen, geb. Fürstin Liechtenstein, verfügte in ihrem Testament, das Palais als adeliges Damenstift zu verwenden (1772). Diese Verfügung wird heute noch eingehalten, da noch einige adelige Stiftsdamen im Haus wohnen (der übrige Teil wird für Kanzleien des Gemeindebundes und Mietwohnungen verwendet).


Eigentümer: Hans Adam regierender Fürst von und zu Liechtenstein




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Czeike, Felix, Das große Groner Wien Lexikon, Wien 1974, Seite 737.
  • Dehio Wien, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien, von Justus Schmidt und Hans Tietze, neubearb. von Anton Macku und Erwin Neumann, revidiert von Ilse Frieser, sechste, verb. Auflage, Wien 1973, Seite 79f.