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Palais Schwarzenberg#

Gemeinde: Wien, Rennweg 2 Wien, Rennweg 2


Das vornehme Palais besteht aus dem Hauptbau, dem Ehrenhof, gebildet durch seitliche Flügel, die sich in ähnlicher Form gartenwärts fortsetzen. Kapelle von 1715 (nach Entwurf Hildebrandts vollendet) und Kuppelsaal vermutlich nach einem Plan J. B. Fischer von Erlachs. Von den Fresken Daniel Grans von 1724 wurde der Großteil 1945 zerstört.

Fürst Fondi Graf von Mansfeld ließ das Palais 1697 nach Plänen von J. L. von Hildebrandt in dem weitläufigen Park errichten. Dessen Erben verkauften das unvollendete Palais an Adam Fürst Schwarzenberg, welcher es in den Jahren 1720-25 von Johann Bernhard und Joseph Emanuel Fischer von Erlach vollenden ließ. Schöner Park, der nach 1697 durch Jean Trehet angelegt und von J. E. Fischer von Erlach verändert wurde.

Fischer von Erlach errichtete hier auch eine Dampfmaschine, um die Fontänen der Springbrunnen zu betreiben. Die im Volksmund als „Feuermaschine" bezeichnete Pumpenanlage war „75 Fuß" hoch und lieferte in einem Tag 11.880 Eimer Wasser in die Behälter.

Der gesamte Gebäudekomplex wurde 1945 durch Kriegseinwirkung schwerst beschädigt und später aus eigenen Mitteln wieder instand gesetzt. Man zählt das Palais zu einem der Wahrzeichen Wiens. Vor dem Palais am Schwarzenbergplatz das sogenannte „Russendenkmal" und der Hochstrahlbrunnen. Das Gebäude beherbergt heute das Hotel Schwarzenberg.


Eigentümer: Karl Fürst von Schwarzenberg


Palais Schwarzenberg - Foto: Alfred Havlicek
Palais Schwarzenberg - Foto: Alfred Havlicek
Schwarzenbergplatz - Foto: H.M. Wolf
Schwarzenbergplatz - Foto: H.M. Wolf




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Czeike, Felix, Das große Groner Wien Lexikon, Wien 1974, Seite 759.
  • Dehio Wien, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien, von Justus Schmidt und Hans Tietze, neubearb. von Anton Macku und Erwin Neumann, revidiert von Ilse Frieser, sechste, verb. Auflage, Wien 1973, Seite 111f.