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Theresianum#

Gemeinde: Wien, Favoritenstraße 15 Wien, Favoritenstrasse 15


Langgestreckte Fassade mit barocken Seitenportalen; der plastische Adler in dem Mittelgiebel stammt von Johann Martin Fischer, spätes 18. Jh. Plastische Gruppe auf der Attika von Johann Georg Dorfmeister (2. Hälfte 18. Jh.). Portal mit figuraler Plastik von Jakob Schletterer (um 1760).

Im Inneren Stiegenhaus mit barockem Deckenstucco, Bibliothek mit Schränken aus dem 18. Jh., Prunkzimmer, Kapelle zum hl. Michael, 1797 nach einem Entwurf von Ferdinand von Hohenberg im Inneren umgestaltet, Speisesaal mit Tonnengewölbe und Stuckornamenten. Der Park wurde nach einem Entwurf von Jean Trehet 1690-92 angelegt; darin eine Grotte mit einer Marmorbüste Leopolds I. und einem Gartenhaus.

Das Gebäude wurde 1616-25 als kaiserliche Sommerresidenz erbaut, 1683 zum Teil zerstört und 1687-90 unter der Leitung von Ludovico Burnacini erneuert. Weitere Um- bzw. Zubauten erfolgten 1746 und um 1797. Ab 1746 war das Haus Erziehungsanstalt.

Heute befindet sich darin nach wie vor die Theresianische Akademie (Gymnasium, Diplomatenakademie, Internat). Umbauten und Erweiterungen nach 1746 zur Zeit der Jesuiten bzw. schon unter Karl VI.


Eigentümer: Theresianische Akademie


Theresianum - Foto: Burgen-Austria

Theresianum - Foto: Burgen-Austria

Theresianum - Foto: Burgen-Austria




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Czeike, Felix, Das große Groner Wien Lexikon, Wien 1974, Seite 806.
  • Dehio Wien, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien, von Justus Schmidt und Hans Tietze, neubearb. von Anton Macku und Erwin Neumann, revidiert von Ilse Frieser, sechste, verb. Auflage, Wien 1973, Seite 119f.