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Albrecht, Erzherzog#

Albert von Sachsen-Teschen
Bild zum Vergrößern anklicken, Foto: Otto Rapp

Albrecht Friedrich Rudolf, * 3.8.1817 Wien + 18.2.1895 Schloss Arco (Italien), Erzherzog von Österreich, Heerführer

Der ältester Sohn des Siegers von Aspern, Erzh. Carl, wurde Erzh. Albrecht für den Militärberuf ausgebildet. 1830 war er Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, 1843 Feldmarschall-Leutnant, 1845 kommandierender General in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg. Als Stadtkommandant von Wien in die Revolutionsereignisse von 1848 verwickelt, bat er um Enthebung von seinem Posten. Während des preussisch-österreichischen Krieges führte er die Südarmee (Sieg bei Custozza, 1866) und die Nordarmee. Er erwarb sich Verdienste um die Reorganisation des Heeres und betätigte sich als Militärschriftsteller.

Seit 1899 steht das Reiterstandbild aus Bronze auf der nach dem Feldherrn benannten Albrechtsrampe. 1847-1895 war er Besitzer des Palais Taroucca auf der Augustinerbastei. Die darin befindliche Graphische Sammlung Albertina hat jedoch schon 1776 Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822) begründet. Bei einem Umbau Ende des 19. Jahrhunderts wurde dort eine Tafel mit lateinischer Inschrift angebracht, deren Übersetzung lautet: "Graphische Sammlung, gegründet von Herzog Albert von Sachsen, vergrößert von Carl, Erzherzog von Österreich, von Albrecht, Erzherzog von Österreich dem Zweck des freien Studiums gewidmet."

Nach Albrecht sind außer der Rampe auch der Albrechtsbrunnen (Danubiusbrunnen, Albertinaplatz) und die Albrechtskaserne (Wien 2) benannt. Die Goethegasse hieß 1862-1919 Albrechtsgasse, der Albertinaplatz 1877-1920 Albrechtsplatz.

Literatur: Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Brigitte Pellar: Albertinaplatz


Standort: Wien 1, Albrechtsrampe
Künstler: Caspar Zumbusch (1830-1915)


die nordarmee musste 1866 von feldzeugmeister benedek in der niederlage von Königgrätz geführt werden, weil sich albrecht das nicht zutraute und der kaiser unter rücktrittsdruck geraten wäre, wenn ein angehöriger seiner dynastie die infolge der preußischen überlegenheit unvermeidliche niederlage eingefahren hätte.

--Glaubauf Karl, Donnerstag, 21. Oktober 2010, 20:59