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Bäckerkreuz#

Bäckerkreuz - zum Vergrößern anklicken
Foto:Alfred Wolf

Das Denkmal stand vor dem nach ihm benannten Versorgungshaus der Stadt Wien, dem "Bäckenhäusel", etwa an Stelle des jetzigen Auer-von-Welsbach-Denkmals. Später in das Areal versetzt, kam es 1907 beim Neubau des 2. Chemischen Institutes der Universität Wien in das städtische Materialdepot. 1933 wurde die Denksäule im Hof der Bäckerinnung aufgestellt.

Die vierteilige gotische Tabernakelsäule ruht auf einem Pfeiler mit abgefasten Kanten. Zwei der ursprünglich vier Reliefs sind erhalten: der segnende Erlöser und eine verwitterte Gestalt, die als Bischof oder Madonna gedeutet wird. Ein Brezel, als Symbol der Bäckerzunft, ziert den Säulenschaft. Auf einem Spruchband steht die Widmung: „Paul Lundler Bäck ZMI / de got genadt amen“. Bei der Zahl 1506 könnte es sich um das Todesjahr des Zechmeisters handeln.

Das „steinerne Kreutz am Weg“ bildete oberhalb des Alsbachtals in den damaligen Weingärten eine bekannte Landmarke. Nach der Rückeroberung der Festung Raab (Györ, Ungarn) wurde es zum "Raaber Kreuz" mit der Inschrift „Sagt Gott dem herrn / dannch, daß Raab ist ge / chommen in der Christen / hanndt, den 29. Marzii 1598“.

hmw


Standort: Wien 8, Florianigasse 13, seit 1933, ursprünglich Wien 9, Währinger Straße 38, seit 1506
Quelle: Alfred Wolf: Denkmäler und Zierbrunnen in Wien-Alsergrund, Erfurt 2005